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1. Bundesliga

Dämpfer in Dresden: 0:3 beim neuen Spitzenreiter

Für die Roten Raben wachsen die Bäume in der Bundesliga nicht in den Himmel. Vier Tag nach dem eindrucksvollen 3:0-Heimsieg gegen den VC Wiesbaden kassierte die Truppe von Cheftrainer Timo Lippuner eine 0:3-Niederlage (16:25, 15:25, 17:25) beim Titelmitfavoriten Dresdner SC, der mit seinem vierten Sieg im vierten Saisonspiel zugleich die Tabellenführung übernahm. Vor 2.865 Zuschauern in der Margon-Arena konnten die Vilsbiburgerinnen nicht an ihre zuletzt gezeigte starke Leistung anknüpfen und mussten die Überlegenheit des DSC in allen drei Sätzen anerkennen.

Die Raben begannen mit einer Änderung in der Starting Six – Leonie Schwertmann agierte für Eszter Nagy im Mittelblock, ansonsten vertraute Timo Lippuner der bekannten Formation. Diese sah sich einem Dresdner Team gegenüber, dessen schnell kombinierende, durchschlagskräftige Offensive vom Start weg Betriebstemperatur hatte. Die Folge: Über 4:8 und 12:16 ging der 1. Satz aus Vilsbiburger Sicht mit 16:25 verloren. Auch im 2. Durchgang kämpften die Raben ohne Unterlass, verbuchten auch manch sehenswerten Punkt nach längeren Ballwechseln – gegen das konzentrierte, effektive Spiel der Dresdnerinnen konnten sie sich jedoch nicht behaupten – der „Spielfilm“ verlief ganz ähnlich: 4:8, 11:16, 16:25.

Im 3. Abschnitt schickte der Coach auf Diagonal Maria Dancheva für Iris Scholten sowie im Außenangriff Vanessa Agbortabi für Laura Künzler aufs Parkett. Die zweimalige Führung der Gäste zu Beginn war von kurzer Dauer; beim neunten Punkt des Satzes (3:6) prallten dann Daria Przybylak und Vanessa Agbortabi bei der Annahme so unglücklich zusammen, dass die Polin unter großen Schmerzen mit Verdacht auf Schulterverletzung raus musste. Die genaue Diagnose wird nach eingehender medizinischer Untersuchung am Donnerstag erfolgen.

Für Daria Przybylak kehrte Laura Künzler aufs Feld zurück. Die Schweizerin avancierte mit 11 Punkten zur besten Scorerin ihrer Mannschaft, konnte aber ebenfalls nicht verhindern, dass auch der Schlussdurchgang nach einem ähnlichen Muster (4:8, 10:16, 17:25) an den Favoriten ging, womit die 0:3-Niederlage besiegelt war.

„Das Resultat“, analysierte Trainer Timo Lippuner kurz nach dem Spiel, „spiegelt den Klassenunterschied wider, der aktuell besteht.“ Sein Team, so der Schweizer, habe „den Ball oft gut im Spiel gehalten“, aber Dresden, das „auf allen Positionen besser besetzt“ sei, habe seine „Kill-Qualitäten“ gnadenlos ausgespielt.

Das nächste Bundesliga-Match der Roten Raben steigt am Samstag, 1. Dezember, zur ungewohnten Anfangszeit um 17.30 Uhr; zu Gast in der Ballsporthalle ist dann der VCO Berlin.

(Foto: Andreas Geißer)

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