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1. Bundesliga

Neuzugang Eszter Nagy: USA-Erfahrung und Indien- Traum

Ungarn – USA – Ungarn – Deutschland – Ungarn – Deutschland: Eszter Nagy, die in Budapest geborene neue Mittelblockerin der Roten Raben, hat es bis dato nach jeder Auslandsstation früher oder später wieder in die Heimat zurückgezogen. Aber auch die Bundesliga übt eine spezielle Anziehungskraft auf die 26-Jährige aus: Nach der Station Wiesbaden in der Saison 2016/17 will Eszter Nagy nun in Vilsbiburg für Furore sorgen.

Der erste sportartspezifische Impuls für Eszter kam aus dem Fernen Osten. 11 oder 12 war sie, als sie einen Cartoon aus Japan sah, in dem ein Mädchen Volleyball spielte. Alsbald wurde sie beim Hauptstadtclub Vasas selbst aktiv und machte kontinuierliche Fortschritte. Mit 17, erinnert sich Eszter Nagy, „habe ich zum ersten Mal gedacht: Vielleicht könnte das für mich sogar mehr sein als Spaß – vielleicht ist eine Volleyball- Karriere möglich.“

Im Alter von 20 Jahren ging Eszter in die Vereinigten Staaten, um an der Coastal Carolina University Volleyball zu spielen und zu studieren. Sie machte ihren Abschluss in Biochemie – und entschied sich nach dreieinhalb Jahren, (noch?) nicht den beruflichen Schritt ins Labor zu machen, sondern weiterhin auf die Karte Volleyball zu setzen: deswegen die Heimkehr zu Vasas Budapest. Es folgte der Wechsel zum VC Wiesbaden, dann erneut der Rückwechsel nach Ungarn zu Linamar Bekescsabai RSE, das schon mal Gegner der Roten Raben im Challenge Cup war, und nun der Transfer nach Vilsbiburg.

Die Bundesliga hat der 1,87 Meter große Neuzugang aus seiner Wiesbadener Zeit in rundum positiver Erinnerung: „Das ist“, weiß Eszter Nagy, „eine richtig gute Liga mit interessanten, ehrgeizigen Teams. Und es herrscht in vielen Hallen eine sehr gute Atmosphäre, was ich besonders schätze.“

Zweitliebstes Sportgerät neben dem Volleyball ist für Eszter übrigens das Rad. Genauer gesagt: ihre beiden Räder, die sie nach Vilsbiburg mitgebracht hat und mit denen sie schon in den ersten Wochen ganz schön herumgekommen ist. Wenn sie an einem trainingsfreien Tag mal etwas Zeit hat, gibt es für die Ungarin nichts Schöneres als sich aufs Rad zu setzen, durch die Gegend zu fahren und dabei die Landschaft zu genießen. „Das ist für mich“, sagt Eszter Nagy, „fast wie Meditation.“

Und dann gibt es da noch einen (Reise-)Traum, den sich die Neu-Vilsbiburgerin wahrscheinlich erst nach Karriereende erfüllen kann: ein längerer Trip nach Indien. Warum ausgerechnet Indien? Augenblicklich gerät Eszter ins Schwärmen: „Die Kultur, die Religion, die Menschen, die Farben, das Essen – ich bin dort einfach neugierig auf alles.“

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