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1. Bundesliga

Rohdiamant für Routinier: Dayana Segovia löst Liana Mesa Luaces ab

Dayana statt Liana, Kolumbien statt Kuba: Die Roten Raben vollziehen in der Saison 2017/18 auf der Position der Diagonalangreiferin einen Generationswechsel, setzen dabei jedoch weiterhin auf die lateinamerikanische Karte. Routinier Liana Mesa Luaces verlässt mit 39 Jahren den Bundesliga-Kader, an ihrer Stelle geht künftig mit der 21-jährigen Dayana Segovia ein hochinteressantes Talent in Vilsbiburg auf Punktejagd.

 Der 1,85 Meter große Raben-Neuzugang avancierte letzte Saison im Trikot von LP Kangasala zur Top-Scorerin der finnischen Liga. Zudem ist sie eine absolute Leistungsträgerin im kolumbianischen Nationalteam, aus dem sie bei den Grand Prix-Turnieren in den vergangenen Wochen ebenfalls regelmäßig als beste Punktesammlerin herausragte. 2016 holte sie mit ihrer Mannschaft die Silbermedaille bei der südamerikanischen U23-Meisterschaft und wurde als beste Diagonalangreiferin des Turniers ausgezeichnet.

„Dayana ist ein junger Rohdiamant“, so Raben-Cheftrainer Timo Lippuner. „Sie ist sprunggewaltig und sowohl am Netz als auch im Rückraum eine starke Angreiferin, kann durch ihre gute Technik aber auch in der Annahme und in der Verteidigung glänzen. Ich bin äußerst stolz darauf, dass wir Dayana trotz einiger Angebote aus größeren Ligen nach Vilsbiburg holen konnten. Auf der Diagonalposition soll sie für die nötige Angriffspower und einen guten Block sorgen.“

Dayana Segovias Vorgängerin war einst sogar als kubanische Weltmeisterin (von 1998) und Olympia-Bronzemedaillengewinnerin (2004) nach Niederbayern gekommen. Liana Mesa Luaces absolvierte von 2011 bis zum Ende der Saison 2016/17 im Dress der Roten Raben nicht weniger als 144 Spiele in der Bundesliga und den diversen Cup-Wettbewerben, sportliche Höhepunkte waren der Gewinn des DVV-Pokals 2014 mit einem souveränen 3:0 gegen die VolleyStars Thüringen vor über 10.000 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion in Halle/ Westfalen sowie die deutsche Vizemeisterschaft im gleichen Jahr.

„Es war für uns eine großartige Sache, solch eine international erfolgreiche Spielerin in unserem Team zu haben“, betont Raben-Geschäftsführer André Wehnert. „Der ‚kubanische Hammer’ war weit über Vilsbiburg hinaus das Synonym für ihre ebenso harten wie kunstvollen Angriffsschläge. Wir danken Liana für ihren Einsatz und die tolle Zeit“, bekräftigt Wehnert, der sich zugleich freut, dass die Kultspielerin, die im Dezember ihren 40. Geburtstag feiert, auch nach ihrer aktiven Karriere in Vilsbiburg bleiben will. „Wir werden Liana künftig als Trainerin im Verein einsetzen. Der Nachwuchs und die Zweitligamannschaft der Roten Raben können enorm von ihrer reichhaltigen Erfahrung profitieren.“

(Foto: FIVB)

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