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1. Bundesliga

„Ich bin ein Mensch, der viel auf sein Bauchgefühl hört“

Hannah Kohn über ihre turnerische Vergangenheit, das Anforderungsprofil einer Zuspielerin und Spätzle-Nachschub aus Ulm

Hallo Hannah, Du bist in Ulm geboren und im letzten Sommer aus Stuttgart nach Vilsbiburg gekommen. Fühlst du dich wohl in Niederbayern, kommst du mit dem Dialekt und der Umstellung von Spätzle auf Knödel gut zurecht?

Hannah Kohn: Ich habe mich sehr gut in Niederbayern eingelebt, und auch das mit der Sprache ist meistens kein Problem. Manchmal hört es sich echt lustig an. Da wir aber im Team viel Englisch und Deutsch reden, ist es kein Problem. Und der Spätzle-Nachschub aus Ulm ist durch meinen Papa auch sichergestellt, das stellt also kein Problem dar.

Du warst in jungen Jahren eigentlich auf dem Weg, eine sehr gute Turnerin zu werden – bis du für diesen Sport einfach zu groß geworden und mit 11 Jahren zum Volleyball gewechselt bist. Vermisst du das Turnen noch; glaubst du, du hättest da eine ähnlich hochklassige Karriere einschlagen können?

Hannah Kohn: Ich turne immer noch sehr gerne, glaube aber tatsächlich nicht, dass ich aufgrund meiner Größe eine ähnliche Karriere eingeschlagen hätte. Ich bin dennoch sehr froh darüber, früher geturnt zu haben, da ich sehr viele Vorteile von dem intensiven und körperlich sehr anspruchsvollen Training mitnehmen konnte, wie zum Beispiel ein sehr gutes Gefühl für meinen Körper.

Der Sprung zum Volleyball sei gar nicht so einfach gewesen, hast du mal erzählt – weil du anfangs nur pritschen, aber gar nicht baggern konntest. Bist du denn inzwischen zufrieden mit deinen universellen Fähigkeiten im Volleyball, auch mit dem unteren Zuspiel?

Hannah Kohn: Ja, jetzt bin ich sehr zufrieden mit meinen technischen Fähigkeiten. Im Training wird nur noch an den kleinsten technischen Details gearbeitet. Ich habe sehr gut gelernt, das Spiel früh zu lesen und zu antizipieren.

Mal eine ganz profane Frage bezüglich deiner Position: Wieviel Prozent von dem, was du als Zuspielerin machst, folgt einem präzisen, vom Trainer vorgegebenen Plan, wieviel Prozent entscheidest du eher situativ bzw. aus dem Bauch heraus?

Hannah Kohn: Puh, schwere Frage – ich würde behaupten, dass ich ein Mensch bin, der viel auf sein Bauchgefühl hört und auch danach handelt. Natürlich haben wir einen „Gameplan“, an den wir uns halten, der aber mehr eine Richtlinie/ Hilfe ist. Manche taktischen Entscheidungen sind vorgegeben, das kann sich in einem Spiel aber auch mal ändern. Im Zuspiel würde ich behaupten, dass alles sehr situations- und spielabhängig ist.

Magst du etwas über deine Hobbys erzählen, womit verbringst du deine freie Zeit?

Hannah Kohn: Ich bin ein sehr geselliger Typ und unternehme viel mit meinen Freunden und meiner Familie. Ich gehe gerne schwimmen, spazieren, verreise, lese mittlerweile richtig gerne und bastel phasenweise sehr viel. Unter anderem fotografiere

ich auch super gerne. Ich bin aber auch manchmal gerne für einen entspannten Abend, mit Kochen, Backen, Musik oder einem guten Film zu haben.

Du hast ein Studium in Richtung Gesundheitsmanagement/ Psychologie im Auge. Ist das ein Bereich, in dem du möglicherweise im späteren Leben tätig werden möchtest?

Hannah Kohn: Ich interessiere mich tatsächlich sehr für den Menschen an sich. Am liebsten würde ich gerne Medizin studieren, was aber als Leistungssportlerin nicht/ kaum möglich ist. Also habe ich mir Alternativen überlegt, wo ich später trotzdem am und mit dem Menschen zusammen arbeiten kann. Ich möchte ungern den Tag hinter dem Computer am Schreibtisch verbringen. Wäre schön, wenn ich dann auch später mit meinem Studium etwas anfangen könnte.

Bist du Fußball-Fan? Verfolgst du den aktuellen Höhenflug des VfB Stuttgart in der Bundesliga? Immerhin hast du ja mit dem Team von Allianz MTV die Heimspiele im Bauch des Fußballstadions bestritten, gab`s oder gibt’s da Verknüpfungspunkte?

Hannah Kohn: Nicht wirklich, wobei die Atmosphäre im Stadion schon auch sehr beeindruckend ist. Ich verfolge nicht unbedingt die Bundesliga oder die Tabelle, aber freue mich natürlich, dass der Verein aus meiner Heimat oder meinem näheren Umfeld eine bisher so gute Saison spielt. Ich bekomme aber trotzdem einiges mit, da meine beste Freundin kaum ein Spiel vom VfB verpasst und mich da super auf dem Laufenden hält. Verknüpfungspunkte gab es in Stuttgart aber keine, außer dass wir mal bei dem ein oder anderen Spiel zugeschaut haben.

(Interview: Michael Stolzenberg/Foto: Andreas Geißer, Hermann Boxleitner, Bruno Bounty Photography))

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