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1. Bundesliga

„Ich möchte am Erfolg richtig beteiligt sein“

Patricia Nestler über ihren Weg von Schwerin zu den Roten Raben, bayerisches Essen und ihre (bisher) liebste Auszeichnung

Hallo Patricia, du bist in Radebeul geboren, hast mit dem Volleyball in Dresden angefangen, bist dort bis 2020 geblieben und dann nach Schwerin gewechselt. Im letzten Sommer bist du ins RabenNest geflattert. Hand aufs Herz plus Augenzwinkern: Wieviel Eingewöhnungszeit braucht man, wenn man sein bisheriges Leben in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern verbracht hat und nun in Niederbayern „dahoam“ ist?

Patricia Nestler: Der Dialekt ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Hier werde ich mit meinem „Moin“ am Morgen schräg angeschaut. Spaß beiseite. Ich wurde ganz herzlich aufgenommen und fühlte mich hier nach sehr kurzer Zeit wirklich wohl. Vilsbiburg ist überschaubar, aber hat alles, um ausreichend und gut zu trainieren. Auch die Umgebung gefällt mir gut. Ich liebe das Meer, aber die Berge gefallen mir auch ganz gut. Vor allem schmeckt mir das bayerische Essen. Wenn ich keinen Sport machen würde, würde ich wohl aufgehen wie ein Kloß.

Gab’s in der ersten Zeit irgendwelche speziellen „Probleme“ bzw. Lernerfolge in Vilsbiburg, was zum Beispiel Sprache/Dialekt oder Mentalität betrifft?

Patricia Nestler: Ja. Das erste Mal, als ich im Baumarkt war und an der Kasse bezahlen wollte, habe ich nichts von dem verstanden, was die Verkäuferin mir sagen wollte. Da wusste ich, jetzt bin ich in Bayern. Die Menschen sind aber alle sehr zuvorkommend und nett.

Du hast im Raben-Fragebogen im NestMagazin auf die Frage nach deiner liebsten Auszeichnung geantwortet: „Bronzemedaille in der Kinder-Skischule beim Abfahrtsrennen“. Was müsste passieren, damit du an dieser Stelle eines Tages einen Volleyball-Erfolg erwähnst?

Patricia Nestler: Ich möchte an dem Volleyball-Erfolg richtig beteiligt gewesen sein. Mit Schwerin haben wir zweimal den Pokal gewonnen, worüber ich mich auch unglaublich gefreut habe. Dabei habe ich als Ersatzspieler dem Team geholfen. Trotzdem ist es etwas anderes, wenn man richtig spielt und auf dem Feld kämpfen kann. Wenn ich einmal den Pokal oder die Meisterschaft gewinnen sollte und ich dafür richtig aktiv auf dem Feld gespielt habe, würde dies meine liebste Auszeichnung werden.

Persönliche Markenzeichen von dir sind Dein Lachen und deine positive Grundstimmung, die oft andere Leute ansteckt. Umgekehrt gefragt: Wer bringt eigentlich dich zum Lachen?

Patricia Nestler: Oftmals ist es Situationskomik, die mich wirklich zum Lachen bringt. Dafür gibt es gar kein richtiges Beispiel. Wenn ich aber einmal richtig anfange, dann gibt es kein Zurückhalten mehr. Fernsehsendungen, welche speziell auf „lustig“ gemacht sind, finde ich eher nervig.

Auch wenn’s noch sehr weit weg ist: Hast du schon eine Vorstellung davon, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du mal nicht mehr als Volleyball-Profi aktiv bist?

Patricia Nestler: Ich studiere derzeit Psychologie. Nach meiner Volleyball-Karriere würde ich gerne als Psychologin arbeiten und anderen helfen, ihre Bestleistung zu erreichen. Zudem möchte ich in der Nähe meiner Familie wohnen und irgendwann selbst eine eigene Familie gründen. Ich könnte mir auch vorstellen, andere Sportarten auszuprobieren. 

(Interview: Michael Stolzenberg/Foto: Andreas Geißer, Hermann Boxleitner, Bruno Bounty Photography)

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