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1. Bundesliga

“Jedes Spiel ist ein Spektakel, das hat mich überrascht”


Chefcoach Juan Diego Garcia Diaz über das bisherige Abschneiden der Roten Raben, die Playoff-Perspektiven und das Niveau der Bundesliga


Hallo Juan Diego, du bist jetzt etwas mehr als eine halbe Saison bei den Roten Raben tätig. Wie fällt deine Zwischenbilanz aus?

Juan Diego Garcia Diaz: Wir hätten gerne bessere Ergebnisse gehabt, zumal wir in einigen Spielen nahe dran waren, den einen oder anderen wichtigen Punkt mehr zu holen. Insgesamt betrachtet ist das, denke ich, Teil eines Prozesses innerhalb der Saison und auch der Entwicklung des Teams. Wir haben gute Volleyball-Momente – und wir arbeiten daran, mehr gute Volleyball-Momente zu haben.

Das wohl spektakulärste Spiel war das Pokal-Viertelfinale gegen Schwerin, das ihr – in dieser Deutlichkeit – sehr überraschend mit 3:0 gewonnen habt. War das aus Trainer-Sicht so etwas wie ein perfekter Volleyball-Abend?

Juan Diego Garcia Diaz: Das war ein sehr gutes Spiel von uns, wir haben viele Dinge richtig gut gemacht. Ich denke aber, wir können noch besser spielen. Wir wollen unseren Spielstil verbessern.

Andererseits: Wo siehst du noch Luft nach oben und das größte Entwicklungspotential für die Mannschaft im weiteren Verlauf der Saison?

Juan Diego Garcia Diaz: Wir müssen konsistenter spielen, beständiger. Unser Ziel muss es sein, die Up-and-Down-Ausschläge geringer zu halten. Anders ausgedrückt: Unsere besten und unsere schlechtesten Momente sollen enger beieinander liegen.

Du hast schon reichlich internationale Erfahrung. Wie bewertest du die Bundesliga im Vergleich zu anderen Ligen; gibt es etwas, das in Deutschland besonders überrascht bzw. beeindruckt hat? Welche Spielerin hat dir bisher am stärksten imponiert?

Juan Diego Garcia Diaz: Die Bundesliga ist eine der Top-Ligen in Europa. Hier gibt es eine Menge guter Spielerinnen und Leute im Staff, die Hallen sind toll, die Liga und die Clubs machen sehr gute Arbeit. Jedes Spiel ist ein Spektakel, das hat mich überrascht. Ich möchte nicht eine einzelne Spielerin hervorheben, sondern das Niveau der Teams.

Du hast mehrere Jahre in Peru gelebt und als Volleyball-Trainer gearbeitet – eine Erfahrung, die hier bei uns noch nicht viele Kollegen gemacht haben. Was ist dir aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben?

Juan Diego Garcia Diaz: Es waren insgesamt sechs Jahre in Peru. Ich war erstmals schon 2010 dort und habe für das Nationalteam als Assistenzcoach, Scout und Konditionstrainer gearbeitet. Nach dieser sechsmonatigen Erfahrung hat mich 2012 der Club Universidad San Martin de Porres verpflichtet. Ich habe für eine Saison unterschrieben – und bin am Ende sechs Jahre geblieben. Meine besten Erinnerungen sind einerseits die große Unterstützung, die wir mit dem Nationalteam bei Spielen in Peru oder auch außerhalb des Landes bekommen haben. Und mit dem Club die gute Entwicklung einiger Spielerinnen, die den Sprung in renommierte Ligen geschafft haben, sowie die Atmosphäre bei wichtigen Spielen.

Mit dir und deinen Assistenten Oscar Feglia und Alejandro Terrero sowie Alberto Chaparro bei der zweiten Mannschaft gibt es im RabenNest eine ganze spanischsprechende Trainer- Community; dazu kommt mit Guillermo Gallardo noch ein Argentinier als Sportdirektor. Erleichtert das die Zusammenarbeit, wenn man fern der Heimat seine Arbeit aufnimmt? Seid ihr ähnliche Typen – oder eher unterschiedliche Charaktere, die sich gut ergänzen?

Juan Diego Garcia Diaz: Es ist immer einfacher, wenn du Leute findest, die deine Sprache sprechen – und damit meine ich nicht Spanisch, damit meine ich die Sprache des Volleyballs. Und das ist hier bei uns im Trainerteam der Fall. Ich denke, wir bilden einen guten Mix, den wir haben unterschiedliche Erfahrungen im Volleyball gesammelt und sprechen viel über unsere Ideen, um den besten Weg für die Roten Raben zu finden.

Was können die Raben in dieser Saison erreichen, wie weit kann die Reise in den Playoffs gehen? Wann würdest du rückblickend sagen, dass ihr eine gute Saison gespielt habt?

Juan Diego Garcia Diaz: Ich weiß nicht, wie weit die Reise gehen wird. Ich denke, das Wichtigste wird sein, mit kontinuierlicher Arbeit die Stabilität im Spiel zu finden. Wenn wir das schaffen, können wir eine weite Reise miteinander erleben.

Lass uns abschließend noch über den Teller- bzw. Spielfeldrand hinausblicken: Womit verbringst du jenseits von Volleyball deine Zeit, hast du Hobbys außerhalb des Sports?

Juan Diego Garcia Diaz: Ich laufe gern. Das hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und Lösungen zu finden, um das Team zu verbessern – und auch mich selbst als Trainer.

(Interview vom 13.01.: Michael Stolzenberg/ Foto: Andreas Geißer, Hermann Boxleitner, Bruno Bounty Photography)

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