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2. Bundesliga Pro

Bremen, Biologie und Bassgitarre

Britte Stuut über ihre Geburtsstadt, ein mögliches Studium, ihr Lieblingsinstrument – und die Energie der Fans in der Ballsporthalle

Hallo Britte, du kommt aus den Niederlanden, hast auch deren Staatsbürgerschaft – bist aber in Bremen geboren. Wie ist es dazu gekommen, wie lange warst du in Deutschland?

Britte Stuut: Meine Eltern sind Niederländer, gingen aber ein Jahr vor meiner Geburt nach Bremen – wegen des Berufs meines Vaters (Geologe). Zu Hause haben wir immer Holländisch gesprochen, aber für die Schule musste ich auch Deutsch können – also bin ich mit zwei Sprachen aufgewachsen (was jetzt natürlich ganz praktisch ist). Ich habe in Bremen gelebt, bis ich 7 Jahre alt war; dann gingen wir zurück in die Niederlande. Und jetzt bin ich wieder in Deutschland!

Wie ist heute deine Bindung zu Deutschland, wie sieht es mit der Sprache aus?

Britte Stuut: Ich mag es, in Deutschland zu leben – auch wenn ich mich daran gewöhnen musste, dass hier die Geschäfte am Sonntag geschlossen sind. Aber das kriege ich hin! Dass ich ziemlich gut Deutsch sprechen kann, ist ein echter Nutzen für mich. Den bayerischen Dialekt zu verstehen, ist manchmal etwas schwierig, aber ich nehme das einfach als gute Übung.

War für dich in deiner Jugend schon immer klar, dass es in Richtung Volleyball geht? Oder hattest du auch andere Optionen?

Britte Stuut: In meiner Jugend habe ich verschiedene Sportarten ausprobiert. Meine Eltern ermutigten uns (meine zwei Schwestern und mich) dazu, und das hat mir gut gefallen. In Bremen habe ich Hockey gespielt, später habe ich gleichzeitig Gymnastik und Volleyball gemacht. Irgendwann wurde ich zu groß für Gymnastik und habe mich für Volleyball entschieden. Ich habe auch gern Instrumente gespielt – zu Hause habe ich immer noch meine eigene Bassgitarre, die ich manchmal vermisse.

Du bist im Sommer 2022 vom Talentteam aus Papendal nach Vilsbiburg gekommen. Wie würdest die Zeit seitdem bei den Roten Raben und in der Bundesliga zusammenfassen? Bist du mit deiner Entwicklung zufrieden, wo siehst du noch Potential?

Britte Stuut: Ich bin sehr dankbar, dass mir die Roten Raben vor zwei Jahren die Chance gegeben haben, hierherzukommen und zu spielen. Es hat sich gut für mich entwickelt, ich habe eine Menge gelernt! Es ist ein großer Unterschied zwischen dem Niveau in den Niederlanden und in der Bundesliga, so dass ich hart arbeiten musste, um auf dieses Level zu kommen. Die Atmosphäre in der Ballsporthalle ist richtig cool, so eine Erfahrung hatte ich zuvor nicht gemacht. Der Fanclub/ die Fans unterstützen uns so sehr und sind supernett – das ist sehr wichtig. Vielen Dank dafür!

Was war bisher dein spektakulärstes, emotionalstes Spiel im Raben-Trikot?

Britte Stuut: Das coolste Spiel in dieser Saison für mich der 3:0-Pokalsieg gegen Schwerin. Das war eine sehr, sehr gute Leistung von uns, wir hatten enorme Energie und

zudem das Glück, dass wir zu Hause vor unseren Fans spielen konnten, die jeden Punkt bejubelt haben. Ich hoffe und glaube: Wenn wir zu dieser Energie zurückfinden, kann uns im Rest der Saison noch eine Menge gelingen.

Du hast im Raben-Fragebogen geschrieben: Wenn du nicht Volleyball spielen würdest, würdest du gerne Biologie studieren. Ist das ein Thema, das in deinem späteren (Berufs- )Leben eine Rolle spielen könnte?

Britte Stuut: Ich würde tatsächlich gerne Biologie und medizinische Laborforschung studieren, aber leider ist dieses Studium jetzt nicht machbar. Derzeit ist mein Plan, Volleyball zu spielen, solange es körperlich möglich ist und mir Spaß macht. Aber danach würde ich sehr gerne dieses Studium machen, um herauszufinden, ob das etwas ist, was ich später wirklich tun will.

Wenn du mal vom Volleyball abschalten und auf andere Gedanken kommen willst – was machst du dann, was sind deine Hobbies?

Britte Stuut: Ich liebe es, Musik zu hören, verbringe gerne Zeit mit meinen Teamkolleginnen oder unterhalte mich via Facetime mit meinen Freunden, Eltern, Schwestern und Großeltern. Und einen Film anzuschauen oder ein Nickerchen zu machen, ist auch nie eine schlechte IdeeJ

(Interview: Michael Stolzenberg/Foto: Andreas Geißer, Hermann Boxleitner, Bruno Bounty Photography)


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