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2. Bundesliga Pro

Ehrgeiziger Drei-Jahres-Plan: Rote Raben wollen wieder Anschluss an die Spitze finden

Die Roten Raben wollen sich in der Volleyball Bundesliga wieder in höhere Regionen orientieren. „Unser Weg mit Perspektive“ lautet die entsprechende Devise, die Geschäftsführer André Wehnert (im Bild li.) und Klaus-Peter Jung (re.) als Vorsitzender des neu installierten Aufsichtsrats der Rote Raben Bundesligabetriebs GmbH bei einer Pressekonferenz in der Ballsporthalle vorstellten und mit inhaltlichen Aussagen unterfütterten. Im Rahmen eines Drei-Jahres-Plans fassen die Vilsbiburger Verantwortlichen das Ziel ins Auge, „wieder an der Spitze der Liga anzuschließen“, so Wehnert.

Bis 2025 soll der Etat sukzessive von aktuell etwas mehr als 1 Million Euro auf 2,5 Millionen Euro hochgefahren werden, kündigte Jung an. „Wir wollen die Erlöse signifikant steigern, um das breite Mittelfeld der Liga hinter uns zu lassen.“ Der ehemalige Geschäftsführer der Volleyball Bundesliga (2013 bis 2021) hat einst in gleicher Funktion bei den Roten Raben (2001 bis 2013) deren erfolgreichste Ära geprägt; nach dem Ende seiner VBL-Amtszeit ist er aus Berlin in die Region zurückgekehrt und bildet nun mit Peter Bruckmayer und Michael Ostermaier den dreiköpfigen Aufsichtsrat.

Alle Verantwortlichen im RabenNest eint die Ambition, den Tabellenachten der Bundesliga-Hauptrunde 2021/22 zu einem Team zu formen, das mittelfristig wieder um Medaillen mitspielen kann. Dass dies angesichts der sportlichen Qualität und wirtschaftlichen Potenz der aktuell führenden drei, vier Mannschaften der Liga als überaus ehrgeiziges Unterfangen erscheint, ist den Machern bewusst. „Vilsbiburg ist der kleinste Standort der Liga“, sagt Wehnert, „aber wir haben infrastrukturell und mit unseren langjährigen regionalen Partnern gute Voraussetzungen, um unsere Ziele in Angriff zu nehmen.“

Ein wichtiger struktureller Mosaikstein ist der Posten des Sportdirektors, der neu geschaffen und ab 1. Juli von Guillermo Gallardo bekleidet wird. In dieser Funktion wird der Raben-Meistertrainer der Jahre 2008 und 2010 übergeordnet sowohl für das Profi- Team als auch für den Nachwuchsbereich verantwortlich sein. Apropos Nachwuchs: Das vereinseigene Internat „Rabenhorst“, aus dem in der Vergangenheit so erfolgreiche Nationalspielerinnen wie Lena Stigrot und Anna Pogany hervorgegangen sind, wird auch künftig eine große Rolle in der Raben-Philosophie spielen – genauer gesagt: eine noch größere, denn das Internat wird bis zum Sommer von sieben auf zwölf Plätze erweitert.

Mit der momentanen Aufbruchstimmung in Vilsbiburg gehen diverse weitere Planungs- und Handlungsschritte einher. Dabei geht es u.a. um ein neues Sponsoring-Konzept, bei dem auch die Tatsache eine Rolle spielen wird, dass die Roten Raben – anders als etwa Allianz MTV Stuttgart oder der SSC Palmberg Schwerin – noch keinen Namenssponsor haben. Klaus-Peter Jung sieht in dieser Option eine „große Chance“, bei der geplanten kontinuierlichen Steigerung des Etats in bedeutendem Umfang voranzukommen.

Als Vision skizzierten die Raben-Verantwortlichen auch das Thema Champions League. Das klingt höchst ambitioniert – verdient indes auch eine ganz praktische Einordnung. Ab der kommenden Saison nehmen zwei deutsche Frauen-Teams an der europäischen Königsklasse teil, und wer die Bundesliga-Saison als Tabellendritter (also als Medaillengewinner) abschließt, ist automatisch nah dran an diesem großen Ziel. Erst einmal nehmen die Roten Raben aber die Teilnahme an einem der anderen europäischen Clubwettbewerbe ins Visier, die ihnen aus früheren Zeiten noch vertraut sind. „Wir kennen ja den Europapokal“, sagt André Wehnert, „da wollen wir wieder hin.“

Eine wichtige sportliche Säule bleibt den Roten Raben auf diesem Weg erhalten: Dayana Segovia. Wie Wehnert ebenfalls im Rahmen der Pressekonferenz bekanntgab, hat die kolumbianische Diagonalangreiferin ihren Vertrag in Vilsbiburg um ein Jahr verlängert. „Wir sind sehr froh“, betonte der Geschäftsführer, „dass es uns gelungen ist, diese Leistungsträgerin, die noch weiteres Potential in sich hat, auch für die kommende Saison an uns zu binden.“

Um Dayana Segovia herum ein leistungsstarkes Team zum Erreichen der hohen Ziele unter der Regie von Cheftrainer Florian Völker zusammenzustellen, ist die Aufgabe, vor der die Raben-Verantwortlichen in den nächsten Wochen stehen. Laut André Wehnert laufen „parallel viele Gespräche“ mit Spielerinnen des bisherigen Kaders ebenso wie mit möglichen Neuzugängen.

(Foto: Andreas Geißer)

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