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2. Bundesliga Pro

Volleyball statt Modeln: Neuzugang Avery Heppell aus Kanada hat ihren Weg gefunden

Dass sportliche junge Damen irgendwann im Teenager-Alter eine Entscheidung treffen, welches ihrer unterschiedlichen Talente sie fortan ausleben, ist nichts Ungewöhnliches. Man kennt das von Volleyball-Spielerinnen, die in ihrer Jugend öfter auch ganz gut beim Basketball oder in der Leichtathletik waren. Bei Avery Heppell ist der Fall etwas anders gelagert: Die neue kanadische Mittelblockerin der Roten Raben hat sich zwar auch entschieden. Allerdings nicht zwischen verschiedenen Sportarten – sondern zwischen Volleyball und einem Job als Model.

Genauer gesagt hat sie sich zweimal entschieden: erst fürs Modeln, später für Volleyball. Eine Zeitlang war sie zweigleisig gefahren; als Mitglied einer volleyballaffinen Familie war sie frühzeitig am Ball daheim in Langley im Großraum Vancouver, ehe sie mit 14 zu modeln anfing. Beides machte ihr Spaß, und beides ergänzte sich gut, „weil ganz verschiedene Seiten in mir angesprochen wurden“, erinnert sich Avery.

Als sie sich mit 16 entschloss, voll auf die Model-Karte zu setzen, wurde sie nicht glücklich – und drehte mit 18 den Spieß um: Schluss mit der Model-Karriere, Neuanfang mit Volleyball. Angesichts einer anderthalbjährigen Pause war das keine einfache Sache, aber nach einer gewissen Anlaufzeit kam die 1,92 Meter große Mittelblockerin bei den Trinity Western University Spartans immer besser ins Rollen. Längst ist Avery untrennbar mit Volleyball verbunden. Das kanadische Internet-Portal „Varsity Letters“ drückte es so aus: „Eine Identität und eine Leidenschaft sind wiederhergestellt worden!“

In der Saison 2020/21 schaffte Avery Heppell den Sprung ins Nationalteam, was zusätzlichen Ehrgeiz in ihr weckte. Sie beschäftigte sich mehr und mehr mit einer möglichen Karriere als Profi in Europa, informierte sich über Länder und Ligen. Als heuer das Angebot der Roten Raben kam, musste die 24-Jährige nicht lange überlegen – zumal Jazmine White, Nationalmannschaftskollegin und Ex-Vilsbiburgerin, „in den höchsten Tönen“ vom RabenNest geschwärmt habe, erzählt Avery.

Ihr erstes Auslands-Engagement nimmt sie voller Elan in Angriff. Die Kanadierin will „das Team pushen, um unsere Ziele zu erreichen“ – und sich gleichzeitig persönlich weiterentwickeln. Wenn zwischen Training und Spielen ein bisschen freie Zeit bleibt, will sie ihren Hobbys frönen. Avery Heppell malt gerne mit Wasserfarben oder holt ihre „ziemlich alte Filmkamera“ heraus und dreht ein paar Bilder – „einfach so, aus Spaß“.

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