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2. Bundesliga Pro

Von der Basketball-Stadt in die Volleyball-Hochburg

Libera Sina Bauer über ihren bisherigen Karriereweg, sportliche Träume und die Sehnsucht nach der großen weiten Welt

Hallo Sina, du kommst aus Bamberg. Eigentlich eine Basketball-Stadt – wie hat ́s dich da zum Volleyball verschlagen?

Sina Bauer: Ja, das stimmt! Ich komme aus Bamberg, Freak-City. Die ganze Stadt hat in früheren Jahren für Basketball gebrannt. Die magische Atmosphäre in der Arena habe ich als Kind geliebt, wenn mich meine Eltern mit zu Spielen genommen haben. Es wären sicherlich die besten Voraussetzungen gewesen, einmal Basketball-Spielerin zu werden, auch weil meine Mutter Basketball gespielt hat. Zum Volleyball bin ich durch eine gute Freundin gekommen, die mich zu einem Probetraining mitgeschleppt hat. Sie hat dann allerdings schon nach kurzer Zeit mit Volleyball aufgehört, aber mir hat es so viel Spaß gemacht, dass ich dabeigeblieben bin und meine Eltern ihr sportliches Interesse wohl oder übel in Richtung Volleyball verlagern mussten.

Wie verlief dein Weg ins RabenNest?

Sina Bauer: Meine ersten Jahre habe ich beim SC 1997 Memmelsdorf gespielt. Nachdem ich zuerst nicht in das Größenraster der Bayernauswahl passte, wurde ich dann doch auf Grund meiner Reaktionsschnelligkeit und meines Kampfgeistes gesichtet. Als Bayernauswahlspielerin hatte ich ein Doppelspielrecht für den VCO München in der Bayern- und Regionalliga. Nach Ende der Bayernauswahl wurden unsere Spielerportraits an die Stützpunkte und Profivereine gesendet. So bekam ich mit 14 Jahren einen Anruf von den Raben und das Angebot, in der Zweitliga-Mannschaft zu spielen. Das war überwältigend. Aber es war damals trotzdem keine leichte Entscheidung für mich. Wie würde ich den Schulwechsel und das erhöhte Trainingspensum meistern? Wie würde ich im Corona-Lockdown zurechtkommen? Rückblickend habe ich es nie bereut. Wir sechs Internatsmädels sind schnell zu einer Familie zusammengewachsen. Tja, und es hat mir so gut hier in Vilsbiburg gefallen, dass ich nun schon meine vierte Saison bei den Raben spiele.

Du bist 18 und jetzt ungefähr ein halbes Jahr im Profi-Kader dabei – wie fällt deine Zwischenbilanz aus, worin besteht die größte Umstellung gegenüber dem bisherigen Volleyball bzw. dem Lebensrhythmus insgesamt?

Sina Bauer: Die größte Umstellung für mich war der Trainingsumfang und die Trainingsintensität. Mit nun zwei Trainingseinheiten am Tag gestaltet sich nicht nur der Tagesrhythmus ganz anders, sondern auch die körperliche Belastung. Es macht mir aber sehr viel Spaß, weil ich gerne trainiere und mich immer weiter verbessern möchte.

Im Dezember gegen Neuwied hast du in Arbeitsteilung mit Patricia Nestler ordentlich Einsatzzeit als Libera bekommen. Wie war das für dich?

Sina Bauer: Das war sehr aufregend für mich. Aber nachdem ich dann meine ersten Ballberührungen hatte, konnte ich meine Nervosität gut ablegen und habe es sehr genossen, bei dieser Atmosphäre auf dem Spielfeld zu stehen.

Bist du komplett auf Volleyball konzentriert oder auch studienmäßig involviert?

Sina Bauer: Momentan studiere ich an der Hochschule Landshut Ingenieurpädagogik – Teil eines neu eingeführten Modulstudiums (Orientierungsstudium), bei dem ich Einblicke in unterschiedlichste naturwissenschaftliche/technische Studiengänge bekomme. Aber mein Fokus liegt schon auf dem, was ich liebe – Volleyball!

Was ist dein sportlicher Traum?

Sina Bauer: Mein sportlicher Traum ist es, mich in der ersten Bundesliga zu etablieren und auch einmal bei der Nationalmannschaft dabei zu sein.

Im Raben-Fragebogen hast du geschrieben: Wenn du nicht Volleyball spielen würdest, dann würdest du um die Welt reisen – wohin bevorzugt?

Sina Bauer: Puh, da möchte ich mich gar nicht auf einen Ort festlegen. Vielleicht nach Thailand, Sydney, Hawaii oder Neuseeland. Ich würde meinen Rucksack packen, zum Flughafen fahren und schauen, wo die Flüge gerade so hingehen.

Und kannst du dir vorstellen, vielleicht irgendwann mal auch ganz woanders zu leben?

Sina Bauer: Ausschließen würde ich es auf jeden Fall nicht, später mal in einem anderen Land Volleyball zu spielen und zu leben, aber mal sehen, was die Zukunft bringt.

(Interview: Michael Stolzenberg/Foto: Andreas Geißer, Hermann Boxleitner, Bruno Bounty Photography)

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