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2. Bundesliga

Hart umkämpfter Tiebreak-Erfolg

Rote Raben II schlagen den VV Grimma knapp mit 3:2

Vilsbiburg. Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel gegen den VV Grimma. Mehr als zwei Stunden lang boten die Roten Raben II und die Gäste den knapp 100 Zuschauern ein jederzeit spannendes, allerdings nicht immer hochklassiges, Match auf Augenhöhe. Mit unglaublicher Moral machten die Vilsbiburgerinnen aus einem 1:2-Rückstand noch ein 3:2 (25:22, 24:26, 29:31, 25:21, 15:10) und stehen so weiter auf dem zweiten Tabellenplatz.

Es ging gut los für die Gastgeberinnen, die neben Magdalena Adam und Jensen Barton auch auf Julia Waldinger verzichten mussten. Die erneut abgeklärt spielende Amelie Busch brachte ihre Mannschaft mit 2:0 in Führung. Danach jedoch erkämpfte sich Grimma mit Luise Mettke an der Aufschlaglinie einen 5:2-Vorsprung, den die Mädchen um Silbermedaillengewinnerin Sandra Seyfferth bis zur zweiten technischen Auszeit (13:16) verteidigten. Drei Eigenfehler des VV brachten die Raben wieder auf 16:16 heran. Anschließend übernahmen die Niederbayerinnen das Kommando. Die an diesem Tag überragende Naomi Janetzke markierte mit einem hart geschlagenen Diagonalball das 25:22.

Einen ähnlichen Verlauf nahm zunächst der zweite Durchgang, nur mit umgekehrten Ausgang. Wieder gingen anfänglich die Roten Raben in Führung, bevor die Mannschaft von Trainer Jorge Munari auf 8:5 und 15:10 davonzog. Drei Punkte von Naomi Janetzke und zwei Aufschläge von Elisabeth Große-Hering sorgten noch einmal für den Ausgleich zum 15:15. Danach setzten sich die Sachsen auf 18:15 und später auf 24:21 ab. Doch die Vilsstädterinnen schafften den Ausgleich zum 24:24. Ein Aufschlagfehler und ein glücklicher Netzroller sorgten dann für den Satzgewinn der Gäste.

Noch dramatischer wurde es im dritten Abschnitt, der am Ende mit 31:29 an den VV ging. Bis zum 17:18 lag er beständig in Front. Die Raben schafften zwar einige Male einen Gleichstand, konnten aber erst beim 19:18 selbst in Führung gehen, die sie beim 19:20 postwendend wieder abgeben mussten. Ab diesem Zeitpunkt legte Grimma stets einen Zähler vor, woraufhin Paula Höschl und Co. sofort ihrerseits einen Punkt machten. So sollte das bis zum 29:29 weitergehen. Ein geführter Ball und ein Angriff ins Aus ließen schließlich die Gäste jubeln.

1:2 nach Sätzen nach diesen knappen Ergebnissen! Aber die Mädchen von Trainer Luca Tarantini zeigten Moral und enorme kämpferische Qualität. Ab diesem Zeitpunkt bestimmten sie das Geschehen in der Ballsporthalle, gewährten den Gästen beim 5:6 lediglich eine Führung und setzten sich nach dem 6:6 bis zur zweiten technischen Auszeit auf 16:12 ab. Diesen Vorsprung behielten sie bis zum Satzende, das Amelie Busch mit einem Rückraumangriff herbeiführte.

Auch im alles entscheidenden Tiebreak bewahrten die Gastgeberinnen nach der einzigen Gästeführung zum 0:1 die Ruhe. Vor allem Naomi Janetzke war jetzt nicht mehr zu bremsen und markierte bis zum 8:4 Punkt um Punkt. Zwar kam Grimma beim Stande von 11:9 und 12:10 noch einmal bedrohlich nahe, doch gelangen der erneut als Zuspielerin eingesetzten Lise Große-Hering und Naomi Janetzke die letzten drei Punkte zum viel umjubelten 3:2-Erfolg. Mit den gewonnenen zwei Zählern bleiben die Raben vor dem punktgleichen VC Neuwied erster Verfolger des VC Offenburg.

Beeindruckt von der Leistung seiner Mannschaft war Vilsbiburgs Trainer Luca Tarantini: "Ich bin sehr, sehr zufrieden. Für mich kommt der Erfolg etwas überraschend. Denn ohne gelernte Zuspielerin zu gewinnen, ist für mich unglaublich. Wie schwierig so eine Situation ist, hat sich beim MTV Stuttgart gezeigt. Der hat in Lohhof glatt und hoch mit 0:3 verloren. Man muss bedenken, dass alle Spielerinnen weitaus mehr als 100 Prozent geben müssen. Dass dann Fehler beim Aufschlag und auch in der Blockarbeit entstehen, ist logisch. Das Niveau war nicht überragend, aber es war eine tolle Energieleistung meiner Mannschaft. Der Sieg ist besonders wichtig für die Psyche. Überzeugt haben heute vor allem Naomi Janetzke und Michaela Bertalanitsch, die sehr viel Ruhe ausgestrahlt hat."

Artikel: Roland Regahl

Foto: Gerhard Lichtmannecker

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