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2. Bundesliga

Tiebreak-Niederlage in Wiesbaden

Rote Raben II müssen sich knapp geschlagen geben

Vilsbiburg. Das Topspiel der 2. Bundeliga Süd erfüllte die Erwartungen. In einer spannenden Partie mit zahlreichen langen Ballwechseln mussten sich die Raben knapp mit 2:3 (25:21, 18:25, 15:25, 25:21, 16:18) geschlagen geben.

Alberto Chaparro musste auf die erkrankte Kapitänin Jeannette Huskic verzichten, hatte ansonsten jedoch den kompletten Kader zur Verfügung. Die Raben starteten dominant, setzten Wiesbaden mit dem Service von Beginn an unter Druck und ließen durch die schnellen und genauen Pässe von Irene Ramos dem gegnerischen Block kaum Zugriffsmöglichkeiten. Bereits beim Stande von 1:5 zwangen sie Tigin Yaglioglu zur ersten Trainerauszeit. Kontinuierlich bauten sie den Vorsprung bis zum 13:20 aus. Dann erlaubten sie sich ein paar Nachlässigkeiten (17:20), die sich jedoch nicht negativ auswirkten. Am Ende sorgte Cayetana Lopez-Rey mit zwei Punkten für den Satzgewinn.

Ab dem zweiten Durchgang sollte sich die Partie allerdings drehen. Die Vilsbiburgerinnen verloren ihre spielerische Linie und leisteten sich einige Eigenfehler. Auf der anderen Seite machten die Gastgeberinnen mit ihrem Aufschlag deutlich mehr Druck und agierten am Netz mutiger. Hier taten sich vor allem Junioren-Nationalspielerin Hannah Hartmann und Mittelblockerin Olga Muchina hervor. Als Folge beherrschten die Hessinnen das Geschehen von Anfang an (5:0) und ließen die Raben nur zweimal etwas näherkommen (15:13, 18:15). Am Ende führte ein Aufschlagfehler zum 25:18. Völlig von der Rolle präsentierten sich die Niederbayerinnen im dritten Abschnitt, in dem so gut wie nichts mehr funktionierte. Regisseurin Pauline Schultz stürzte die Rabenannahme mit ihrem Service in Kalamitäten (11:0). Mit einem Block gelang Laura Bergmann der erste Punkt, doch das sollte sich nicht positiv auswirken. Unbehelligt zog Wiesbaden auf 16:2 und 23:11 davon. Ein Zuspieltrick ergab schließlich die 2:1-Satzführung für den Tabellendritten.

Aber die Mädchen um Kapitänin Jana Gärtner stabilisierten ihre Block-/Feldabwehr und kamen so wieder zu wuchtigen Netzaktionen. Katelyn Meyer, die bereits zum dreizehnten Mal als MVP ausgezeichnet wurde, und Cayetana Lopez-Rey sorgten nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf (11:11) dafür, dass sich die Raben absetzen konnten (11:15, 16:22). Die Amerikanerin war es auch, die mit einem Hinterfeldangriff das 21:25 markierte. Der Tiebreak sollte zum dramatischen Höhepunkt der gesamten Partie werden. Die Akteurinnen auf beiden Seiten zeigten enormen Kampfgeist, hechteten nach allen Bällen und sorgten so für zahlreiche spektakuläre und lange Ballwechsel. Die Raben gerieten zwar in Rückstand (5:1, 7:4), kämpften sich aber auf 12:12 und 14:14 heran. In der Schlussphase legte Wiesbaden stets vor, musste aber bis zum 16:16 durch Jana Gärtner jeweils den Ausgleich hinnehmen. Am Ende machte die überragende Goldmedaillengewinnerin Hannah Hartmann alles klar.

Alberto Chaparro bemängelt einige Punkte: „Es war nicht unser bestes Spiel, in dem wir auf einen wirklich starken Gegner trafen. Auch wenn wir selbstbewusst anfingen, gab Wiesbaden nie auf und kämpfte bis zum Schluss um jeden Ball. Die Hessinnen spielten deutlich besser als bei unserem Heimerfolg. Neben Eigenfehlern war unser Service zu instabil, um ein effektives Block- und Abwehrsystem aufzubauen. Außerdem machte es die unpräzise Annahme den Regisseurinnen schwer, schnelle Pässe zu spielen.“

Roland Regahl / Foto: Rainer Wimmer

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