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2. Bundesliga

Überraschender Auswärtserfolg für Rote Raben II

Vilsbiburgerinnen schlagen den favorisierten VV Grimma mit 3:2

Vilsbiburg. Mit einem dezimierten Kader haben sich die Roten Raben II am Sonntagnachmittag in einer jederzeit spannenden Partie etwas überraschend mit 3:2 (20:25, 25:15, 24:26, 25:17, 16:14) beim Tabellenzweiten VV Grimma durchgesetzt. Mit dem knappen Auswärtserfolg haben sie den vierten Platz in der zweiten Volleyball-Bundesliga verteidigt.

Die Voraussetzungen waren alles andere als optimal, denn die Roten Raben mussten ohne Amelie Busch und Elisabeth Kerscher nach Grimma reisen. Emma Tebbing aus der dritten Mannschaft vervollständigte den Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz. Aber die Mädchen von Trainer Teemu Sarna bewiesen Moral und verkrafteten auch Rückschläge wie im dritten Satz, den sie nach einer 17:10-Führung noch abgeben mussten.

In der mit 350 Zuschauern gut gefüllten Muldentalhalle entwickelte sich von Anfang an ein sehenswertes und spannendes Match. Im ersten Satz ging es hin und her. Bis zum 18:16 aus Vilsbiburger Sicht konnte sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Punkte absetzen. Dann fruchtete eine von Grimmas Trainer Ronny Lederer genommene Auszeit, denn vier Punkte in Folge brachten eine kleine Vorentscheidung. Zwar kamen die Niederbayerinnen noch einmal auf 19:20 heran, doch gelang danach nur noch ein Zähler. Ein Ass beendete den ausgeglichenen ersten Satz.

Der zweite Durchgang war eine klare Angelegenheit für die Mädchen um MVP Isabel Kovacic, die die meisten Rabenpunkte beisteuerte. Nachdem die gut aufgelegte Paula Hötschl den 2:2-Ausgleich erzielte, schritt Zuspielerin Maria Walsh, die ihre Angreiferinnen variabel in Szene setzte, an die Aufschlaglinie und war bis zum 2:12 nicht mehr von dieser zu verdrängen. Der Rest war nur noch Formsache. Zwar nutzte Grimma eine kleine Schwächeperiode der Vilsstädterinnen zum 13:19, doch Paula Hötschl gelang mit einem couragierten Angriff und einem Ass der Satzausgleich.

Im dritte Durchgang sprach bis zum 10:17 alles für die Gäste, da halfen auch die zwischenzeitlich genommenen zwei Auszeiten der Sachsen nicht. Doch die wollten das Zepter nicht so einfach aus der Hand geben, schließlich winkte mit einem Sieg die Tabellenführung. Und so kämpften sie sich allmählich wieder heran und waren spätestens seit dem 18:18 wieder im Spiel. In dieser Phase landeten einige Rabenangriffe im Aus. Bis zum 24:24 gab es wechselnde Führungen, bevor dem VV mit einem Block das 26:24 gelang.

Aber die Raben zeigten an diesem Tag unbändigen Kampfgeist und schlugen zurück. Bis zum 9:8 hatte Grimma leichte Vorteile. Nach dem Ausgleich durch Isabel Kovacic erhöhten die Gäste die Schlagzahl, gingen mit 16:13 und 21:16 in Führung. Am Ende war es Mittelblockerin Julia Brandhuber, die die letzten drei Bälle auf den Boden brachte. Somit musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Und der ging gut los für die Roten Raben. Grimma hatte bis zum 5:6 schon beide Auszeiten genommen und Martina Konecna und Co. blieben bis zum 10:8 in der Spur. Beim 12:11 lag der Vorteil wieder  bei den Mädchen um Silbermedaillengewinnerin Steffi Kuhn. Beim 13:14 hatten die Raben den ersten Matchball, der jedoch abgewehrt wurde. Julia Brandhuber und ein Angriff ins Netz sorgten schließlich für den umjubelten Rabenerfolg.

Selbstverständlich war Vilsbiburgs Coach Teemu Sarna glücklich: "Viele sehen dieses Ergebnis als eine Überraschung an, ich nicht. Ich habe immer an meine Mannschaft geglaubt. Sie hat einen guten Job gemacht und alles umgesetzt, was wir geplant hatten. Überzeugend war die Block- und Defensivarbeit. Die Mädchen haben diesen Sieg einfach gewollt und auch verdient."

Artikel: Roland Regahl

Foto: Konrad Wimmer

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