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3. Liga

Trotz Niederlage gut verkauft

Rote Raben II müssen sich dem TSV Unterhaching mit 1:3 geschlagen geben

Vilsbiburg. In einer Partie zweier dezimierter Mannschaften mussten sich die jungen Raben vor 200 Zuschauern trotz heftiger Gegenwehr mit 1:3 (24:26, 25:10, 21:25, 25:27) geschlagen geben. In den entscheidenden Phasen agierten die Gastgeberinnen einen Tick cleverer und glücklicher.

Beide Konkurrenten mussten krankheits- oder verletzungsbedingt auf wichtige Akteurinnen verzichten. So waren auf Vilsbiburger Seite Laura Bergmann, Anna Wagner und Marli Smith – sie spielte mit der U18-Jugend bei der südbayerischen Meisterschaft – nicht mit in die Bayernwerk Sportarena gereist. Als sich zu Beginn des ersten Satzes beim Stande von 5:3 für Unterhaching auch noch Allysha Sims verletzte, stand man ohne Zuspielerin da. Notgedrungen musste Sanja Dusanić – eigentlich Libera oder Diagonale - diese Position übernehmen und tat dies hervorragend. Damit hatte Trainer Vitus Raßhofer keine Wechseloption, sodass die acht verbliebenen Mädchen durchspielen mussten. Auf der Liberaposition wechselten sich Michaela Bertalanitsch-Hoch und die mit der Silbermedaille ausgezeichnete Sina Bauer ab.

Den ersten Satz beherrschten bis in die Crunchtime hinein die Gastgeberinnen, die das Momentum auf ihrer Seite hatten und variabel angriffen, während sich bei den Raben einige Fehler einschlichen. Außerdem gelang es ihnen nicht, den gegnerischen Block auseinanderzuziehen. Sanja Dusanić setzte verständlicherweise bevorzugt die Außen ein, da für schnelle Zuspiele über die Mitte die notwendige Sicherheit fehlte. Das machte das Spiel der Vilsbiburgerinnen aber auch leicht lesbar. So zog der TSV vom 8:4, über 16:8 bis auf 20:14 davon. Unter anderem Nina Herbe brachte die Gäste mit zwei Blockpunkten wieder auf 20:18 heran, bevor sich erneut Fehler einschlichen (24:20). Lina Klemisch bewahrte an der Aufschlaglinie die Nerven und am Netz sorgten Jeannette Huskić und Cayetana Lopez-Rey für den Ausgleich zum 24:24. Mit zwei Blockpunkten entschied Unterhaching allerdings den Satz für sich.

Die Geschichte des zweiten Abschnitts ist schnell erzählt, denn der Aufsteiger hatte der Dominanz der Roten Raben nichts entgegenzusetzen. Die gingen mit Nina Herbe im Service schnell mit 7:0 in Führung, reduzierten ihre Fehler deutlich und brachten die Bälle nun auch über den Mittelblock auf den Boden. Nach dem 16:5 sorgten Tina de Groot und Cayetana Lope-Rey für den raschen Satzausgleich. Die Niederbayerinnen kämpften engagiert weiter und hielten die Partie trotz eines zwischenzeitlichen Fünf-Punkte-Vorsprungs Unterhachings bis zum 18:17 aus Sicht der Gastgeberinnen jederzeit offen. Erst in der Schlussphase setzte sich der Aufsteiger wieder ab und erzielte mit einem Lob die 2:1-Satzführung. Doch die Raben hielten trotz des Rückstandes weiter dagegen, gingen mit 2:0 in Führung und kämpften sich durch einen Block von Sanja Dusanić, Nina Herbe und Jeannette Huskić nach dem 13:18-Rückstand wieder auf 17:18 heran. Dann blieb die Partie bis zum 21:21 durch Lina Klemisch ungemein spannend. Die Mädchen von Trainer Maximilian Siebold hatten beim Stande von 24:22 zwei Matchbälle, die Cayetana Lope-Rey ebenso abwehrte wie Tina de Groot den nach dem 25:24. Ein Servicewinner brachte schließlich die endgültige Entscheidung.

Vitus Raßhofer war von der Leistung seiner Mannschaft angetan: „Ich bin richtig stolz auf die Mädchen und kann nur ein dickes Lob aussprechen. Nach der Knieverletzung von Allysha Sims beinahe das ganze Spiel ohne gelernte Regisseurin so dagegenzuhalten, war aller Ehren wert. Sanja Dusanić hat ihre Sache richtig gut gemacht. Wir haben enorm gekämpft und wer weiß, wie die Partie ohne einige in den entscheidenden Phasen fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen ausgegangen wäre. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden.“

Artikel: Roland Regahl

Foto: Rainer Wimmer

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