Das zweite Niederbayernderby der Roten Raben
Volle Konzentration kurz vor Spielbeginn. Auch gegen Dingolfing wollen Pia Fernau und Co. im Niederbayernderby nichts anbrennen lassen
Vilsbiburg. Für Spitzenreiter Vilsbiburg ist es das zweite Niederbayernderby in dieser Saison. Die Roten Raben müssen am Samstag um 19 Uhr in der Sparda 2. Liga Pro beim TV Dingolfing antreten; und bei solchen Begegnungen herrschen bekanntlich eigene Gesetze. Das weiß auch Raben-Trainer Guillermo Gallardo, der seine Spielerinnen eindringlich ermahnt, diese Begegnung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Der TV Dingolfing ist mit einer ziemlich jungen Mannschaft in diese Saison gestartet. Paula Hötschl, die auch bereits bei den Roten Raben in der ersten und zweiten Mannschaft gespielt hatte, ist mit 25 Jahren die älteste Spielerin im Dingolfinger Team. Die Damen aus der BMW-Stadt haben von ihren bisherigen acht Spielen erst eines gewinnen können. Sie unterlagen aber oftmals knapp und es zeigte sich, dass ihnen in wichtigen Phasen oftmals noch die Erfahrung und Coolness fehlt. So holten sie beispielsweise nur einen Punkt am vergangenen Sonntag gegen den VCO Dresden, obwohl sie bereits mit 2:0 nach Sätzen in Führung lagen und auch im Tiebreak mit 8:6 führten.
Aber Raben-Trainer Gallardo ist sicher, dass die „Dingos“ am Samstag „alles in die Waagschale werfen werden, um uns in Verlegenheit zu bringen“. Er hat mit seinen Spielerinnen ausgiebig gesprochen: „Wir sind Tabellenführer und da sind alle Mannschaften besonders motiviert. Die Spielerinnen müssen sich mental auf diese Situation einstellen“. Da macht auch der TV Dingolfing sicher keine Ausnahme, der vor eigenem Publikum beweisen will, dass er dem Tabellenführer Paroli bieten kann.
Dabei kommt den „Dingos“ zugute, dass mit Andreas Urmann ein alter Bekannter an der Seitenlinie steht. Er vertritt in diesen Wochen interimsweise den eigentlichen Trainer Vincent Moder, der Vaterfreuden entgegen sieht. Und Urmann hat es schon immer verstanden, seine Spielerinnen entsprechend zu motivieren.
Da ist es gut, dass die Roten Raben mit Guillermo Gallardo einen erfahrenen Trainer haben, der es wie kein Zweiter versteht, seine Mannschaft zu führen und zu Höchstleistungen zu motivieren; mal mit einem freundlichen Wort, einem Lob und dann mit einer harten Ansage. Der Argentinier weiß, wie und wann er die Zügel anziehen muss.
Personell kann Trainer Gallardo aus dem Vollen schöpfen. „Alle Spielerinnen haben in dieser Woche sehr gut trainiert. Sie sind fit und bereit für das Spiel am Samstag“. Das bestätigt auch Spielführerin Pia Fernau, die sich in der kurzen Zeit bei den Roten Raben bereits zur Führungspersönlichkeit entwickelt hat. „Es macht gerade viel Spaß, hier zu spielen“, sagt sie. Kein Wunder, wenn man mit vier Punkten Vorsprung Tabellenführer ist.
