Doppelspieltag für die Roten Raben II
Vilsbiburgerinnen empfangen Karlsruhe-Beiertheim und Stuttgart

Vilsbiburg. Nach dem Auswärtserfolg in Altdorf freuen sich die Rabenmädchen auf den SV Karlsruhe-Beiertheim und Sparda BSP Stuttgart, die am Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr ihre Visitenkarte in der Ballsporthalle abgeben.
Beide Gegner mussten am ersten Zweitligaspieltag eine 0:3-Niederlage in eigener Halle hinnehmen, beide gegen den starken Mitaufsteiger Erfurt electronic. Und beide forderten die Thüringerinnen zumindest in einem Satz. Während Karlsruhe im dritten Abschnitt noch auf 23:24 aufholte, musste sich Stuttgart im ersten erdenklich knapp mit 26:28 geschlagen geben. Als weitere Gemeinsamkeit kann angeführt werden, dass beide Gegner mit einem stark veränderten Kader nach Vilsbiburg anreisen. Bei den Badenerinnen sind einige jüngere Spielerinnen der Jahrgänge 2009 bis 2011 hinzugekommen, denen es verständlicherweise noch an Erfahrung fehlt. Trainer Sebastian Kaschub ist sich bewusst, dass der Anpassungsprozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, möchte seine Mannschaft am Saisonende aber im oberen Tabellendrittel eingeordnet wissen.
Die jungen Mädchen (ausnahmslos Jahrgang 2007 bis 2001) des Bundesstützpunktes Stuttgart besitzen eine Wildcard und können deshalb nicht absteigen, um andauernde Herausforderungen auf hohem Niveau der Talente zu garantieren. An der Seitenlinie steht die erfahrene Niederländerin Saskia van Hintum, die schon Klubs in der 1. Bundesliga trainiert hat. Besonderen Wert wird auf eine gute technische Ausbildung gelegt. Immer wieder schaffen Talente aus dem Nachwuchsleistungszentrum den Sprung in den Erstligakader des mehrmaligen deutschen Meisters. So kommen aktuell vier Spielerinnen vom BSP.
Auch die Roten Raben vertrauen auf junge Nachwuchsspielerinnen aus Vilsbiburg und dem Internat. Zehn Mädchen der Jahrgänge 2008 bis 2011 bilden das Gerüst der Mannschaft, das von Älteren wie Valentina Mogg (auch erst 22), Camila Mendoza oder Madeleine McLaughlin weiter gestärkt wird. Auch die Niederbayerinnen müssen sich als Aufsteiger erst in der neuen Liga etablieren und haben mit ihrem Auftakterfolg beim letztjährigen Vizemeister TV SUSPA Altdorf bereits ein Zeichen gesetzt. Das Resultat und der Spielverlauf haben unterstrichen, dass die Mädchen von Trainer Xavier Perales auf jeden Fall mithalten können. Freilich mangelt es bisweilen noch an Stabilität, wie das Qualifikationsturnier für das bayerische Pokalfinale am Sonntag gezeigt hat. Aber der hart umkämpfte Erfolg gegen den Ligakonkurrenten München-Ost belegt die These von der Zweitligatauglichkeit. Katharina Weinzierl und ihre Mitstreiterinnen wollen ihren Fans auf jeden Fall wieder engagierte und mutige Vorstellungen bieten und weitere Punkte einfahren.
Trainer Xavier Perales sieht Fortschritte: „Es ist ein Wochenende mit zwei Partien, in denen wir Konstanz und Regelmäßigkeit in unserem Spiel anstreben – ein Aspekt, den wir seit Beginn dieser neuen Saison schrittweise immer besser umsetzen.“
