Einen Punkt geholt
Rote Raben II unterliegen dem Dresdner SSV nur knapp mit 2:3

Vilsbiburg. In einem gutklassigen und jederzeit spannenden Spiel mussten sich die Roten Raben II gegen den Dresdner SSV erst im Tiebreak mit 2:3 (25:20, 19:25, 18:25, 25:21, 13:15) geschlagen geben.
Xavier Perales ließ die zuletzt gewohnte Startformation mit Lea Müller, Maja Feuerlein, Kathrin Polster, Diana Vavrek, Valentina Culaciati, Leni Tiefenbeck und Anna-Sophia Deliano als Libera auflaufen, brachte aber auch die ganz jungen Marina Kräh und Doleres Godoy Pastore. Diese Mannschaft verlangte dem favorisierten Tabellenzweiten alles ab und erfreute die Fans mit spektakulären Abwehr- und Angriffsaktionen. Dennoch übernahmen zunächst die Gäste das Kommando und führten bis zu Satzmitte (14:13). Zwar gelang den Raben der Ausgleich zum 11:11 und nach Punkten von Maja Feuerlein und Valentina Culaciati sogar die zwischenzeitliche Führung (13:11), doch setzten vor allem Catharina Langnau, Tabea Pfahl und vor allem MVP Susanne Besa die Akzente. Nach dem 18:18 brachte Silbermedaillengewinnerin Lea Müller fünf Aufschläge gefährlich über das Netz und ermöglichte so Diana Vavrek das 24:18. Kathrin Polster sorgte dann für den Satzgewinn.
Die Vilsbiburgeinnen behielten ihren Rhythmus bei und lagen bis zum 13:11 mit einer Ausnahme (1:2) vorne. Aber die Dresdnerinnen nutzten anschließend einige Unzulänglichkeiten der Einheimischen zum 15:13 aus ihrer Sicht aus und bauten den Vorsprung auf 20:16 aus. Am Ende war es Catharina Langnau, die den Ausgleich herstellte. Aber die Niederbayerinnen waren nicht schockiert, gingen nach einem Ass von Lea Müller und einem Angriff von Diana Varek schnell mit 2:0 in Führung und behielten diese bis zum 12:10. Die Gäste fanden danach besser in die Partie und erspielten sich mit Nora Fleischer im Service den vorentscheidenden 15:12-Vorsprung. Die Vilsstädterinnen wehrten sich zwar nach Kräften, kamen auch auf 14:15 heran und mussten Dresden dann jedoch auf 20:14 ziehen lassen. Mit einem Ass gelang den Sächsinnen die 2:1-Satzführung.
Aber die Raben steigerten sich erneut und ließen sich durch die anfängliche 6:4-Gästeführung nicht aus der Ruhe bringen. Maja Feuerlein und Doleres Godoy Pastore sorgten für die erste Rabenführung (7:6). Bis zum 20:20 wogte die Begegnung mit wechselnden Führungen hin und her, bevor die Gastgeberinnen mit Leni Tiefenbeck an der Aufschlaglinie und Kathrin Polster, die in der Schlussphase drei Punkte beisteuerte, der Satzausgleich gelang. Auch im Tiebreak gaben zunächst die Raben den Ton an, gingen von Beginn an in Führung und behielten diese bis zum 12:10. Aber sie konnten das Niveau nicht halten, denn nach einer von Dirk Lommatzsch genommenen Auszeit, setzte sich seine Mannschaft auf 14:12 ab. Maja Feuerlein konnte zwar noch einmal verkürzen, aber die überragende Außenangreiferin Susanne Besa erzielte das 15:13.
Dennoch ist Xavier Perales mit dem Auftritt seiner Mädchen zufrieden: „Wir haben gegen einen starken Konkurrenten ein tolles Spiel gemacht. In jedem Satz haben wir einen Weg gefunden, die angebotenen Herausforderungen anzunehmen. Bei einigen Ballwechseln hat die Präzision gefehlt, um sicher zu punkten. Aber wir haben die Initiative ergriffen und wieder einmal bewiesen, dass wir ein Spiel durchziehen und bis zum Schluss um jeden Ball kämpfen können.“
Foto: Andreas Geißer
