Heimspiel zu ungewohnter Zeit
Rote Raben II empfangen Jena am Sonntagmittag

Vilsbiburg. Zu ungewohnter Zeit – Sonntag, 12 Uhr – empfangen die Roten Raben II den VSV Jena zu einem wichtigen Heimspiel. Nach zwei Niederlagen in diesem Jahr visieren die Vilsbiburgerinnen die ersten Punkte 2026 an.
Für die Einheimischen wird es nach drei Niederlagen in diesem Jahr Zeit, wieder Punkte zu holen. Denn mit sechzehn Zählern auf der Habenseite ist man nur zwei von den Abstiegsplätzen entfernt. Doch wird das sicherlich keine einfache Aufgabe, denn nach wie vor müssen die Vilsbiburgerinnen auf einige Verletzte verzichten. Die letzten Partien in Chemnitz und Eibelstadt sowie in der Ballsporthalle gegen Erfurt gingen verloren und blieben zudem punktelos. Dass die Thüringerinnen stark einzuschätzen sind, unterstreicht die klare 0:3-Hinspielniederlage. Jena hat bereits zwanzig Punkte auf dem Konto und nach drei Pleiten gegen Eibelstadt, Erfurt und Regenstauf neuen Mut gefasst. Der Punktgewinn gegen den Tabellenführer Leipzig und der deutliche Heimerfolg gegen Eibelstadt hat der Mannschaft von Trainer Sebastian Mosig neues Selbstbewusstsein verschafft. Im Angriff können sich die Gäste vor allem auf Außenangreiferin Friederike Brabetz, die bereits sechs MVP-Medaillen in Empfang nehmen konnte, und Diagonale Nele Pilz (drei) verlassen. Es bleibt aber abzuwarten, wie der VSV den Doppelspieltag verkraftet, denn vor dem Auftritt in Niederbayern sind sie am Samstagabend beim schwäbischen FC Kleinaitingen zu Gast.
Wie sich am Sonntag bei den Roten Raben der Kader zusammensetzt, ist wegen der Verletztenliste und der am gleichen Tag stattfindenden niederbayerischen U18-Meisterschaft ungewiss. Gegen Erfurt reaktivierte man Kathrin Polster, Michaela Bertalanitsch-Hoch und Olena Elkina, die einen guten Eindruck hinterließen. Trotz der 0:3-Niederlage war Yvonne Zymara, die das Team betreute, sichtlich von der Leistung angetan. Nun wollen Maja Feuerlein und Co. wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Mit riskantem Service soll der Tabellenfünfte unter Druck gesetzt und am Netz viel Angriffsdruck entfacht werden. Damit dies auch gelingt, muss selbstverständlich die Annahme- und Abwehrarbeit funktionieren. Xavier Perales jedenfalls traut seiner Mannschaft Einiges zu: „Wir müssen fokussiert bleiben, weiter dazulernen und die Intensität beibehalten, die dieses Team auszeichnet. Dann werden wir sicher ein gutes Spiel gegen einen Konkurrenten wie Jena machen.“
Foto: Andreas Geißer
