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Leipzig gibt seine Visitenkarte ab

Rote Raben II erwarten den Tabellendritten am Sonntagmittag

Vilsbiburg. Vor einer schwierigen Aufgabe stehen die Roten Raben II am Sonntag ab 12 Uhr. Mit dem Tabellendritten emplify volleys Leipzig stellt sich ein Spitzenteam in der Ballsporthalle vor.

Vier Spiele müssen die Raben in dieser Saison noch absolvieren, die nächsten drei in eigener Halle. Während die Einheimischen als Sechster noch nicht das rettende Ufer erreicht haben, hat Leipzig – nur vier Punkte hinter dem Primus Dresden, aber mit zwei Begegnungen weniger – alle Chancen auf den Meistertitel. Diese wollen die Mädchen von Trainer Jan Zangrando an ihrem Doppelspieltag in Rosenheim und Vilsbiburg unbedingt erhalten. Folglich geht es für beide Mannschaften um viel. Die Gäste haben bisher lediglich zwei Partien, und zwar gegen Erfurt und Dresden zuhause verloren. Auch die Vilsbiburgerinnen mussten anlässlich der 1:3-Hinspielniederlage die Überlegenheit der Sächsinnen anerkennen. Damals zeigten die eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung. Leipzig will auch auf der Südbayerntour den Lauf fortsetzen. 2026 gab es ausschließlich Erfolge zu feiern. In eigener Halle wurden Erlangen und Regenstauf, auswärts Kleinaitingen und Jena geschlagen. Die Gäste verfügen über einen eingespielten und technisch versierten Kader mit vielen erfahrenen und einigen jungen Akteurinnen. Sie dürfen auf ihre starken Angreiferinnen Steffi Kuhn, Sindy Leske oder Lena Morgenstern sowie auf die solide Abwehrarbeit mit Libera Marie Belitz vertrauen.

Der Motor der Roten Raben ist in diesem Jahr ein wenig ins Stocken geraten. So waren sie in den sechs Begegnungen nur einmal siegreich (3:1 gegen den VSV Jena). Immerhin konnten sie in den letzten drei Partien punkten, wobei daheim gegen Dresden und in Kleinaitingen auch mehr drin gewesen wäre. Trainer Xavier Perales konstatierte einige Unstimmigkeiten, die es in einigen Phasen verhinderten, erspielte Vorteile auch in erfolgreiche Angriffe umzusetzen. Aber der Argentinier ist guter Dinge und ist sich sicher, dies in der Trainingswoche abstellen zu können. Dass die Mädchen um Kapitänin Lea Müller Potenzial haben, haben sie schon oft genug unter Beweis gestellt. Am Sonntag gelten sie als klarer Außenseiter, weshalb sie ohne Druck aufspielen können. Möglicherweise muss Leipzig auch der Doppelbelastung Tribut zollen. Auf jeden Fall werden die jungen Raben wieder alles geben und um jeden einzelnen Ball verbissen kämpfen. Die Zuschauer dürfen sich auf eine gutklassige Partie zweier technisch ausgezeichnet ausgebildeter Mannschaften freuen. Hinzu kommt, dass beide Konkurrenten punkten wollen, um ihre gesteckten Saisonziele auch zu erreichen.

Foto: Andreas Geißer

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