Machtdemonstration der Roten Raben
Hatten allen Grund zum Jubeln: Die Roten Raben besiegten Köln klar mit 3:0.
Vilsbiburg. Es war eine Demonstration der Stärke des unerschütterlichen Tabellenführers. Die Roten Raben Vilsbiburg fegten durch die Halle der DSHS SnowTrex Köln wie ein Sturm – gnadenlos, konzentriert und voller Entschlossenheit. In gerade einmal 58 Minuten setzten sie mit einem klaren 3:0 (25:15, 25:15, 25:19) ein weiteres Ausrufezeichen in der Sparda 2. Liga Pro.
Von der ersten Sekunde an war zu spüren: Diese Mannschaft war gekommen, um zu dominieren. Jeder Aufschlag ein Signal, jeder Block ein Statement, jede Abwehr ein Versprechen. Trainer Guillermo Gallardo meinte dann auch nach dem Spiel: „Sie haben ihre Sache wirklich sehr gut gemacht. Die Mannschaft war von Anfang an präsent und hat Köln überhaupt nicht in ihren Rhythmus kommen lassen.“
Was folgte, war Volleyball auf hohem Niveau und mit beeindruckender Konsequenz. Köln kämpfte, versuchte dagegenzuhalten, doch die Raben ließen keine Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel bestimmen würde. Mit ihren Aufschlägen setzten sie den Gegner unter Dauerstress, während Block und Abwehr wie eine unüberwindbare Mauer standen. Punkt für Punkt zogen die Vilsbiburgerinnen davon – und nach nur 18 Minuten gehörte der erste Satz bereits ihnen.
Kapitänin Pia Fernau führte und lenkte ihr Team mit Ruhe und Übersicht. Nach dem Spiel, in dem sie bereits zum elften Mal als MVP ausgezeichnet wurde, brachte sie es auf den Punkt: „Wir hatten den Gegner gut unter Kontrolle und standen in Block und Abwehr sicher. So konnte Köln sein Spiel gar nicht entfalten.“
Auch im zweiten Satz spielten die Raben souverän auf. Mit unaufhaltsamem Tempo und beeindruckender Präzision bauten sie ihren Vorsprung immer weiter aus. Jeder Ballwechsel schien ihre Entschlossenheit noch zu verstärken. Beim 20:8 war die Überlegenheit greifbar – die Raben waren nicht nur besser, sie waren hungriger, schneller und entschlossener. Einstellig wollten sich die Kölner Spielerinnen dann doch nicht abfertigen lassen, gaben noch einmal Gas und nach 20 Minuten hieß es erneut 25:15 für die Roten Raben.
Erst im dritten Satz bäumte sich Köln noch einmal auf. Für einen Moment entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ein Duell auf Augenhöhe. Doch genau in diesen Momenten zeigt sich die wahre Klasse eines Spitzenreiters. In der Crunchtime übernahmen die Raben wieder das Kommando – ruhig, selbstbewusst und mit der Gewissheit ihrer eigenen Stärke. Sie spielten den Satz souverän zu Ende und krönten ihre Leistung mit dem verdienten 25:19.
Dieser Sieg war mehr als nur drei Punkte. Er war ein Symbol für die beeindruckende Saison, die diese Mannschaft spielt. Mit nun 64 Punkten aus 22 Spielen thronen die Roten Raben weiterhin souverän an der Tabellenspitze.
Und während sie sich am kommenden Wochenende eine verdiente Pause gönnen dürfen, bleibt eines klar: Diese Mannschaft ist nicht nur Tabellenführer. Sie ist ein Team mit Herz, mit Leidenschaft – und mit einem unerschütterlichen Willen zu gewinnen.
