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Mit viertem Platz überaus zufrieden

U14 der Roten Raben überraschen bei bayerischer Meisterschaft.

Vilsbiburg. Völlig unerwartet erreicht der Rabennachwuchs bei der am Wochenende in Buchloe ausgetragenen bayerischen U14-Meisterschaft den vierten Platz und verpasst den Sprung auf das Stockerl nur knapp.

Dass es die Mädchen von Trainer Gerhard Schemmerer so weit nach oben schaffen würden, war nicht zu erwarten. Schließlich waren sie nur als Südbayerns Sechster angereist, doch Clara Maffey und ihre Mitspielerinnen überstanden die schwierige Gruppenphase und ließen am Samstag zwei weitere Siege folgen. In der wichtigen ersten Partie gegen den BSV 98 Bayreuth schienen die Oberfränkinnen nach anfänglicher Rabenführung (7:5, 19:17) beim Stande von 24:20 aus ihrer Sicht kurz vor dem Satzgewinn zu stehen, doch die Vilsbiburgerinnen machten am Ende sechs Punkte in Serie. Eine eindeutige Angelegenheit war der zweite Abschnitt, den die Mannschaft aus der Wagnerstadt eindeutig dominierte und dank einer druckvolleren Spielweise mit 25:14 für sich entschied. Bis zum 10:8 konnte der Gegner im Tiebreak noch mithalten, dann setzten sich die Niederbayerinnen bis zum 15:10 entscheidend ab. Nichts zu holen gab es anschließend gegen den Südmeister ASV Dachau, der der Begegnung von Beginn an seinen Stempel aufdrückte und sie mit 25:18 und 25:16 klar für sich entschied.

Mit zwei Zwischenrundenerfolgen zum Halbfinale

Als Zweiter stand man in der ersten Zwischenrunde dem Dritten der Gruppe B, dem VC-DJK Amberg, gegenüber. Die Raben gaben im ersten Durchgang durchgehend den Ton an, ließen die Oberpfälzerinnen nur bis zum 7:7 einige Male zum Ausgleich kommen und bauten die Führung von 11:8, über 18:12 bis zum 25:19 aus. Ganz anders der Verlauf des zweiten Satzes, in dem Amberg schnell mit 4:0 in Führung ging. Beide Mannschaften lieferten sich einen harten Kampf um jeden Punkt, bei dem zwar die Raben meist leicht vorne lagen (7:4, 16:14, 22:20). Aber nach der nötigen Auszeit war Amberg beim Stand von 23:22 ganz nah am Satzgewinn. Allerdings gelang dann kein Zähler mehr.

Somit bestand in der Begegnung mit dem Gruppenersten TV Dingolfing, die Chance sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Nach ausgeglichenem Verlauf bis zum 12:12 übernahmen die Isarstädterinnen die Spielkontrolle und setzten sich nicht zuletzt dank starkem Service auf 17:12 ab. Die Raben kamen noch einmal auf 17:16 heran, leisteten sich dann aber einen Aufschlagfehler. Am Ende verwandelte der TVD den zweiten Satzball. Im zweiten Abschnitt setzten sich die Raben nach dem 6:5 vorentscheidend auf 10:5 ab, bauten den Vorsprung zwischenzeitlich weiter auf 21:14 aus und glichen nach dem 25:21 aus. Souverän entschieden die Vilsbiburgerinnen den Tiebreak nach durchgängiger Führung mit 15:6 für sich.

Am Sonntagvormittag hatten die Vilsbiburgerinnen sogar die Möglichkeit, sich für die deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Doch daraus wurde nichts, denn der spätere Meister SV Schwaig erwies sich als zu stark. Gegen die körperlich überlegenen, am Netz schlagkräftigen und in der Abwehr souveränen Mittelfränkinnen leistete man sich einige Eigenfehler und konnte die Nervosität nicht gänzlich ablegen. So fand man nicht in das Spiel und musste den ersten Satz klar mit 8:25 abgeben. Deutlich besser lief es im zweiten Durchgang, den Schwaig zwar ebenfalls dominierte, aber nicht so eindeutig. Denn die Rabenmädchen kämpften sich nach dem 2:8 allmählich heran, konnten zum 10:10 ausgleichen und blieben bis zum 19:21 stets in Schlagdistanz. Mit einem Ass und einem gelungenen zweiten Ball entschied die Mannschaft aus dem Nürnberger Umland die Partie für sich und krönte sich später gegen den SV Lohhof zum Landesmeister.

Im kleinen Finale standen die Raben erneut Dachau gegenüber. Wie in der Vorrunde gerieten sie in beiden Sätzen früh in Rückstand und mussten die höhere Schlagkraft des Gegners anerkennen. Der ASV setzte sich verdient mit 25:15 und 25:16 durch. Dennoch ist man im Rabenlager mit der Platzierung und der Vorstellung der Mädchen überaus zufrieden, da die Erwartungen bei weitem übertroffen wurden. Es spielten: Arenda Ademi, Katja Bosnjak, Sara Penelope Botur, Ann-Thy Dang, Penelope Entwistle, Clara Maffey, Mia Schmiedmeier und Agnes Weiß.

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