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Raben-U20 ist bayerischer Meister

2:0-Erfolg im Finale gegen den TV Planegg-Krailling

Vilsbiburg. Es war ein hartes Stück Arbeit für den Rabennachwuchs, um sich am Samstag in Ansbach als bayerischer Meister feiern lassen zu können. In zwei Wochen bei der Regionalmeisterschaft geht es um die Qualifikation für die „Deutsche“.

Sechs Mannschaften bewarben sich im Ansbacher Theresiengymnasium um den Landesmeistertitel und die Qualifikation für die Regionalmeisterschaft. Die Roten Raben bekamen es in der Gruppenphase mit dem TV Erlangen und dem TV Planegg Krailling zu tun. Schon die erste Partie gegen die Mittelfränkinnen verdeutlichte, dass dieses Turnier kein Selbstläufer werden würde. Erlangen verlangte den Mädchen von Xavier Perales alles ab. Die setzten sich erst nach hartem Kampf mit 2:1 (22:25, 25:18, 15:10) durch. Zwar lagen sie im ersten Satz meist vorne (10:5, 15:14), doch erkämpfte sich der Nordvertreter zwischenzeitlich dreimal eine Ein-Punkte-Führung. Als ein Aufschlagfehler, Dolores Godoy Pastore und Marina Kräh Erlangen beim Stande von 20:17 zu einer Trainerauszeit zwangen und wenig später Leni Tiefenbeck das 22:20 gelang, war der Satzgewinn greifbar nahe. Doch effektive Aufschläge von Yella Engels und der letzte Punkt durch Lillian Marie Mattonet ließen zunächst den Konkurrenten jubeln.

Eine eindeutige Angelegenheit war dann der zweite Abschnitt, in dem die Vilsbiburgerinnen nach dem 8:8, nicht zuletzt dank starker Aufschläge, auf 12:8 und 24:15 davonzogen. Am Netz brachten sich alle Angreiferinnen erfolgreich ein, sodass nach einem gegnerischen Aufschlagfehler der Ausgleich gelang. Im Entscheidungssatz gingen die Niederbayerinnen nach dem 0:1 schnell mit 6:1 in Führung und behielten trotz Erlanger Gegenwehr (12:9) den Vorsprung, bevor Diana Vavrek mit einem Diagonalball den wichtigen ersten Sieg sicherstellte.

Der Erfolg im Eröffnungsspiel brachte Sicherheit in die Reihen der Raben. So bereitete die zweite Vorrundenpartie gegen den Südmeister TV Planegg Krailling am wenigsten Schwierigkeiten. Vier Asse von Lea Müller sorgten für den beruhigenden 4:0-Vorsprung, den die Vilsbiburgerinnen nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (10:10) nach Punkten von Regina Eberl, Leni Tiefenbeck und Lea Müller zunächst auf 15:10 und dann bis zum 25:17 ausbauten. Noch klarer endete der zweite Satz, den die Raben nach dem anfänglichen 3:3 dominierten. Von 6:3, über 12:4 und 19:3 bis zum 25:15 ließen sie Planegg kaum Entfaltungsmöglichkeiten.

Zu einem Krimi mit Happy End gestaltete sich das Halbfinale gegen den TSV Ansbach, wobei ein Sieg nicht nur den Einzug in das Endspiel, sondern auch die Qualifikation für die Regionalmeisterschaft bedeutete. Die Gastgeberinnen legten furios los und lagen mit 4:1 vorne, bevor Leni Tiefenbeck mit zwei Assen das 5:4 machte. Aber Ansbach übernahm anschließend wieder das Kommando, ging mit 6:5 in Führung und baute diese kontinuierlich auf 22:15 aus. Aber die Vilsbiburgerinnen schlugen -ebenso wie Ansbach – sehr effektiv auf und erzielten nach dem 19:23-Rückstand nach einem Punkt von Diana Vavrek und Fehlern der Einheimischen den Ausgleich. Die Mittelfränkinnen machte anschließenden die letzten beiden Punkte. Doch die Raben ließen sich nicht entmutigen. Bis zum 9:9 blieb der zweite Satz ausgeglichen. Drei Asse in Folge von Lea Müller sorgten für das 13:9. Danach dominierten die Vilsbiburgerinnen das Geschehen. Am Schluss markierten Marina Kräh und Diana Vavrek den Endstand zum 25:18. Der entscheidende Tiebreak dürfte beiden Teams in Erinnerung bleiben, denn Ansbach wähnte sich nach der zwischenzeitlichen 10:4 Führung bereits auf der Siegerstraße. Doch die Vilsstädterinnen starteten eine Aufholjagd. Nach einem Lob und einem weiteren Ass von Regina Eberl führten sie plötzlich mit 13:12, bevor Diana Vavrek mit dem 15:12 für großen Jubel sorgte.

Somit hieß der Finalgegner erneut Planegg-Krailling. Doch die wehrten sich dieses Mal wesentlich heftiger. Die Raben gingen von Beginn an in Führung (4:0) und bauten diese bis auf 19:11 aus. Die Münchnerinnen kamen beim Stande von 20:19 noch einmal bedrohlich nahe. Erneut war es Diana Vavrek, die das 25:21 besorgte. Einen ähnlichen Verlauf nahm auch der zweite Abschnitt. Wieder lagen die Mädchen von Xavier Perales nach anfänglichem Rückstand (4:7) und Punkten von Diana Vavrek sowie Dolores Goday Pasore mit 8:7, 18:12 und 20:15 vorne. Und wieder kämpfte sich Planegg auf 20:19 heran und kam nach einem Netzfehler sogar zum Ausgleich (22:22). Dann gelang ihnen jedoch kein Zähler mehr, sodass die Raben nach einem Block von Leni Tiefenbeck mit 25:22 siegten und sich zum bayerischen Meister kürten.

Folgende Mädchen gehörten dem Kader an: Barbeta Ademi, Josephine Cuestas de Disco, Regina Eberl, Dolores Godoy Pastore, Leylani Kelm, Franziska Klingmann, Marina Kräh, Lea Müller, Lucia Teuchner, Leni Tiefenbeck, Diana Vavrek, Katharina Weinzierl und Yevheniia Elkina.

Foto: Max Kräh

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