Rabennachwuchs bei deutscher Meisterschaft dabei
Junge U20-Mannschaft erreicht den 13. Platz

Vilsbiburg. Die U20 der Roten Raben erreicht bei der deutschen Meisterschaft in Lohne nach drei Niederlagen und zwei Erfolgen den 13. Platz.
Am Wochenende wurde in Lohne, im niedersächsischen Landkreis Vechta gelegen, die deutsche Meisterschaft der U20-Jugend ausgetragen. Dass sich die Rabenmädchen überhaupt qualifizieren konnten, darf bereits als Erfolg gewertet werden. Ähnlich wie die SG Marburg-Biedenkopf traten sie mit einer sehr jungen Mannschaft an. Angesichts der starken Zusammensetzung der Vorrundengruppe mit dem späteren Meister Dresdner SC, dem Dritten RSV Borken und dem Siebten VG WiWa Hamburg hoffte man kaum auf Platzierungen wie in den vergangenen Jahren. Dennoch wäre in der Gruppenphase trotz der Konkurrenz mehr drin gewesen, aber die Vilsbiburgerinnen konnten ihre Nervosität nicht ganz ablegen und spielten nur phasenweise auf höchstem Niveau.
In der Auftaktpartie gegen Hamburg gelang ein guter Start, denn Katharina Weinzierl und Co. führten zunächst mit 5:2 und 6:5. Nach dem 9:11 bekamen sie jedoch Probleme mit dem gegnerischen Service und mussten die Hanseatinnen auf 14:9 und 21:13 ziehen lassen. Am Ende verwandelten die Norddeutschen den zweiten Satzball zum 25:16. Im zweiten Durchgang gerieten die Raben schnell in Rückstand (3:8, 9:22). Erst nach dem 13:23 gelangen mit Lea Müller an der Aufschlaglinie fünf Punkte in Folge, die den weiteren Satzverlust (18:25) aber nicht verhindern konnten. Eine klare Niederlage mussten die Mädchen von Xavier Perales gegen den späteren Meister Dresdner SC hinnehmen (17:25, 15:25). Die Sächsinnen schlugen äußerst effektiv auf, brachten so die Vilsbiburger Annahme in Verlegenheit und schlossen ihre Netzaktionen kompromisslos ab. Ein 2:0-Erfolg gegen den RSV Borken hätte die Möglichkeit eröffnet, sich als Gruppendritte für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Aber die Raben mussten zunächst erneut der gegnerischen Aufschlagwucht Tribut zollen, gerieten schnell mit 0:6 und 12:20 in Rückstand und kämpften sich in der Schlussphase bravourös heran. Mit Marina Kräh im Service und Blocks von Diana Vavrek holte man auf 16:20 auf. Nach dem 20:22 durfte man wieder hoffen, aber Borken machte schließlich das 25:22. Nach der gelungenen Aufholjagd spielten die Raben mutiger und befreiter auf. Borken konnte nur zu Beginn mithalten (5:5, 6:8), musste durch Dolores Godoy Pastore aber das 6:11 und durch Regina Eberl das 15:25 hinnehmen. Im Tiebreak gerieten die Bayerinnen zu schnell mit 0:6 in Rückstand und fanden nicht mehr in die Partie zurück. Mit 5:15 wurde der Entscheidungssatz deutlich verloren und folglich als Vorrundenvierter die Siegerzwischenrunde verpasst.
Steigerung in den letzten Partien
Am späten Samstagabend standen die Raben in der Zwischenrunde der Plätze 13 bis 16 dem SV Energie Cottbus gegenüber. Das Trainerteam musste die Mädchen in der langen Spielpause wieder aufrichten, was im ersten Satz noch nicht gelang. Denn nach der 4:3-Führung mit Leni Tiefenbeck im Service musste man den Gegner auf 4:9 und 11:21 ziehen lassen. Am Ende ging der erste Satz mit 14:25 verloren. Aber die Vilsbiburgerinnen konnten sich enorm steigern, lagen von Beginn an in Führung (7:5, 16:9) und glichen mit einem Ass zum 25:16 aus. Im entscheidenden dritten Abschnitt lagen die Niederbayerinnen bereits mit 5:11 und 10:13 zurück und schafften den Ausgleich zum 13:13. Am Ende konnte Cottbus seinen Matchball nicht verwerten. So war es Diana Vavrek vorbehalten, den Erfolg zum 16:14 sicherzustellen. Somit ging es am Sonntagmorgen in der Partie gegen den FT Freiburg um den 13. Platz. Den ersten Satz dominierten mit einer Ausnahme (6:7) die Raben und gingen mit 11:7 und 18:13 in Führung. Leni Tiefenbeck und Diana Vavrek machten schließlich die letzten Punkte (25:17). Der zweite Durchgang blieb bis zum 15:16 nach wechselnden Führungen hart umkämpft, bevor die Breisgauerinnen auf 19:15 erhöhten. Mit einem Ass brachte Katharina Weinzierl die Bayerinnen noch einmal auf 17:19 heran, doch stand es am Ende 18:25. Spannung pur bot abschließend der Tiebreak, in dem nach der 6:2-Rabenführung die Freiburgerinnen zunächst zum 12:12 ausglichen und beim Stand von 14:12 zwei Matchballe hatten. Aber die Raben bewahrten die Ruhe, kämpften sich heran und feierten nach zwei Punkten von Regina Eberl den Sieg.
Xavier Pertales freut sich über die Steigerung: „Die Mädchen haben sich im Turnierverlauf gesteigert. Der schwache Start in der Gruppenphase am ersten Tag war schwer zu kompensieren. Obwohl wir in alle drei Partien auch gute Momente hatten, war es nicht genug, um um den Sieg zu spielen. Die Reaktion in der letzten Samstagsbegegnung war in jeglicher Hinsicht, vor allem aber hinsichtlich der Bewältigung und Verarbeitung der Gefühle entscheidend, um das Turnier positiv abzuschließen.“
Im Kader standen: Lucia Teuchner, Barbeta Ademi, Lea Müller, Franziska Luginger, Marina Kräh, Katharina Weinzierl, Regina Eberl, Diana Vavrek, Dolores Godoy Pastore, Leni Tiefenbeck, Leylani Kelm, Amelie Eberl, Josephine Cuestas de Disco, Nike Wallenstein
Foto: Sandra Luginger
