Rabennachwuchs bei deutscher Meisterschaft gefordert
U20 will sich in schwieriger Vorrundengruppe behaupten

Vilsbiburg. Lohne ist am Wochenende Austragungsort der deutschen Meisterschaft der U20-Jugend. Sechzehn Mannschaften bewerben sich um den nationalen Titel. Die Roten Raben gehören nicht zum Favoritenkreis, möchten aber trotz einer schweren Vorrundengruppe eine gute Rolle spielen.
Dass sich die Mädchen von Trainer Xavier Perales überhaupt für dieses Turnier qualifizieren konnten, war nicht unbedingt zu erwarten. Aber mit dem zweiten Platz bei der Regionalmeisterschaft Südost hinter dem Topfavoriten NawaRo Straubing wurde der Traum wahr. Nun wollen die Vilsbiburgerinnen in der zwischen Oldenburg und Bremen gelegenen Kleinstadt ihr Bestes geben, um im Endtableau möglichst weit oben zu landen. Erfolglos waren die Raben in der Vergangenheit nicht, denn die U18 wurde bereits 2008 und 2022 deutscher Meister, während der ältere Jahrgang 2024 erst im Endspiel von Schwerin gestoppt wurde. Außerdem erreichte man viermal als Dritter einen Podestplatz. Mit solchen Platzierungen rechnet man im Vilsbiburger Lager dieses Mal nicht, denn zum einen sind im hohen Norden mit sieben Erstligisten richtige Hochkaräter vertreten, zum anderen besteht der eigene Kader aus sehr jungen Spielerinnen, die zum Großteil noch der U18 angehören.
Wichtig bei so einem anstrengenden Turnier ist es stets, die Konzentration hochzuhalten und sich körperlich sowie mental schnellstmöglich zu erholen. Die Mannschaft hat sich deshalb intensiv und gezielt vorbereitet. Die allermeisten Mädchen gehören dem Drittligakader an und gelten folglich als sehr gut eingespielt. Vielleicht können sie diesen Vorteil bereits in der Gruppenphase nutzen. Dort treffen sie allerdings auf ausnehmend starke Konkurrenz. Am Samstagmorgen stehen sie zunächst der VG WiWa Hamburg gegenüber Die Hanseatinnen sind deutlich älter als die Rabenmädchen und haben als Nordmeister den SC Schwerin auf den zweiten Platz verwiesen. Krasse Außenseiter ist man anschließend gegen den Dresdner SC, der mit seinem 2. Liga Pro Kader antreten kann. Zuletzt treffen Katharina Weinzierl und Co. auf den Westzweiten RSV Borken, der mit zwei Spielerinnen aus dem Erstligakader antreten kann.
Als Gruppenerster, was bei der Gruppenzusammensetzung kaum als möglich erscheint, würde man sich die Überkreuzspiele ersparen und käme direkt eine Runde weiter. Landete man auf den zweiten oder dritten Platz, stünde man einem Konkurrenten aus der Gruppe A1 gegenüber: dem SC Potsdam, dem TV Eiche Horn Bremen, den SG Volleys Marburg-Biedenkopf oder dem RC Scorpesee.
Foto: Sandra Luginger
