Rote Raben sind auf alles vorbereitet
Die Roten Raben (hier Alayna Crabtree) wollen auch gegen Markkleeberg Vollgas geben.
Vilsbiburg. „Jetzt nur nicht übermütig werden“. Beinahe gebetsmühlenartig predigte Raben-Trainer Guillermo Gallardo seinen Spielerinnen diesen Satz immer wieder. Nachdem die Vorrunde abgeschlossen ist, hatte Gallardo ein langes Gespräch mit den Vilsbiburger Damen, wo er die vergangenen Spiele noch einmal Revue passieren ließ. Er sprach an, was aus seiner Sicht gut gelaufen ist und wo es noch Verbesserungspotential gibt. Und dabei sprach er auch an, was ihm derzeit ein bisschen Sorge bereitet: Die Spielerinnen haben gegen jede Mannschaft in der Sparda 2. Liga Pro gespielt. Sie wissen, dass sie bis auf Stralsund jedes Team besiegt haben. Jetzt gilt es aus Sicht des Argentiniers, nicht nachlässig zu werden und die gegnerischen Teams auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir müssen nach wie vor einen Schritt nach dem nächsten machen und dürfen in unserer Konzentration nicht nachlassen“, fordert er von seinen Spielerinnen.
Ein erster Lackmustest, ob Pia Fernau & Co. diese Forderung verinnerlicht haben, wird der kommende Samstag. Dann schlagen um 19 Uhr die Neuseenland-Volleys Markkleeberg in der Vilsbiburger Ballsporthalle auf.
Rot Raben haben bereits 40 Punkte eingesammelt
Die Roten Raben stehen nach der Vorrunde unangefochten auf dem ersten Platz in der Sparda 2. Liga Pro. Sie haben gegen jede andere Mannschaft einmal gespielt und dabei 40 Punkte eingesammelt. Soviel wie keine andere Mannschaft. Der Tabellenzweite NawaRo Straubing hat 33 Punkte und der Tabellendritte VfL Oythe 32 Punkte. In 14 Spielen haben die Roten Raben 13 Mal das Spielfeld als Sieger verlassen, nur gegen die Sparkassen Wildcats Stralsund kassierten sie eine 2:3-Niederlage. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass die Mannschaft der Roten Raben erst fünf Sätze abgeben musste: zwei Sätze gegen Stralsund und jeweils einen Satz gegen Waldgirmes und VCO Dresden.
Die Mannschaft der Neuseenland Volleys Markkleeberg ist mit viel Euphorie in die Sparda 2. Liga Pro gestartet. Das neu formierte Team von Trainer Tim Reichenbach hat als Vierter in der 2. Bundesliga Süd den Aufstieg in die Sparda 2. Liga Pro gewagt und steht aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz. Aus 15 Spielen hat es bisher vier Siege – gegen Berlin, Dingolfing, Hörde und Waldgirmes – geholt. Die Mannschaft aus dem 25.000-Einwohner-Ort in der Nähe von Leipzig hat die Roten Raben bei ihrem Auftaktmatch durchaus vor Probleme gestellt. Auch wenn am Ende ein verdientes 3:0 für die Vilsbiburger Damen stand, warfen die Damen aus Markkleeberg immer wieder alles in die Waagschale. Das werden sie sicher am Samstag auch tun; sie haben nichts zu verlieren.
"Wir müssen die Spannung hochhalten"
Markkleeberg hat seine letzte Begegnung am vergangenen Sonntag gegen Waldgirmes mit einer großen Energieleistung mit 3:2 gewonnen. Der Erfolg gegen den Tabellensechsten sorgt dafür, dass die Gäste mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen heute in der Ballsporthalle auftauchen werden.
Für Raben-Trainer Gallardo ist wichtig, dass alle Spielerinnen gesund sind und „eine gute Trainingswoche hinter sich haben“. Seine Aufgabe sieht er vor allem darin, die Spannung bei den Spielerinnen hoch zu halten, so dass sie keinen Gegner unterschätzen und während des gesamten Spiels fokussiert bleiben. „Nachlässigkeiten dürfen wir nicht tolerieren“, sagt der Raben-Trainer. Doch er sieht sie auf einem guten Weg, da „alle Spielerinnen einen Schritt weitergehen wollen“. Für Raben-Spielführerin Pia Fernau ist es wichtig, dass die Mannschaft „sich auf alles gefasst macht. Es ist klar, dass jedes Team versuchen wird, das Beste zu geben, um uns zu ärgern oder sogar ein Bein zu stellen. Wir aber wollen unser Niveau halten und den gegnerischen Teams einen Strich durch diese Rechnung machen“.
