Überraschungscoup der Raben-U20
Als Zweiter der Regionalmeisterschaft für die Deutsche qualifiziert

Vilsbiburg. Bei der am Samstag in München ausgetragenen Regionalmeisterschaft Südost schaffte die U20-Jugend überraschend den Sprung auf den zweiten Platz und damit die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft.
Die Raben reisten nicht als Favorit in den Münchner Norden. Diese Rolle kam eher NawaRo Straubing und dem TSV TB München mit ihren Spielerinnen der 2. Bundesliga Pro und 2. Bundesliga Süd zu. Aber die Vilsbiburgerinnen wuchsen über sich hinaus und erreichten das Finale gegen Straubing, das allerdings mit 0:2 verloren wurde. Der Auftakt gegen den SV Lohhof verlief verheißungsvoll, denn die Niederbayerinnen setzten sich nach hartem Kampf mit 2:0 (25:19, 25:23) durch. Die Mädchen von Trainer Xavier Perales übernahmen nach anfänglicher Lohhofer Vorteil (3:2) nach dem Ausgleich die Spielkontrolle, gingen mit 5:3 in Führung und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Vorentscheidend im ersten Satz war, dass die Niederbayerinnen ihren Vorsprung mit Lea Müller im Service von 10:7 auf 16:7 ausbauen konnten. Auch den zweiten Durchgang dominierten die Raben von Beginn an, zwangen die Oberbayerinnen bereits beim Stande von 1:6 zur ersten Auszeit und lagen bereits mit 13:5 vorne, bevor der SVL besser ins Spiel fand, sodass die Vilsbiburgerinnen ihrerseits zwei Auszeiten beim Stande von 13:9 und 16:14 nehmen mussten. Spannend wurde es noch einmal ganz am Schluss, aber nach dem 23:23 gelangen die zwei entscheidenden Punkte.
In der zweiten Vorrundenbegegnung trafen die Raben auf NawaRo Straubing, deren Startformation ausschließlich mit 2. Liga Pro Spielerinnen qualitativ hochwertig besetzt war. Doch die Vilsbiburgerinnen lieferten dem Turnierfavoriten einen Kampf auf Biegen und Brechen und unterlagen erst im Tiebreak (21:25, 25:22, 10:15). Der erste Satz verlief bis zum 8:8 ausgeglichen, bevor die Vilsbiburgerinnen mit 11:8 und 16:12 in Führung gingen. Aber Straubing konterte und machte fünf Punkte in Serie. Am Ende nutzte auch die von Perales genommene Auszeit (18:21) nichts mehr. Äußerst spannend verlief der zweite Abschnitt, in dem lange Zeit Katharina Weinzierl und Co. den Ton angaben (13:9, 20:17). Nach der 21:20-Führung Straubings behielten die Vilsstädterinnen die Nerven, gingen mit 23:21 in Führung und ließen sich diese nicht mehr nehmen. Bis zum 8:8 blieb der Tiebreak ausgeglichen, bevor NawaRo auf 13:8 davonzog und durch den Erfolg den Gruppensieg sicherte.
Im Halbfinale standen die Rabenmädchen dem TV Planegg Krailling, der sich gegen den TV Altdorf und TB München in der anderen Gruppe durchgesetzt hatte, gegenüber. Ein Erfolg bedeutete den Einzug ins Finale und die damit verbundene Qualifikation für die deutsche Meisterschaft. Wie im Endspiel der „Bayerischen“ entwickelte sich eine enge und spannende Partie mit dem besseren Ende für die Vilsbiburgerinnen (21:25, 25:15, 15:10). Der erste Satz blieb lange Zeit umkämpft. Mal führten die Niederbayerinnen (16:13), dann wieder Planegg 19:18. Zum Schluss agierte der Konkurrent stabiler. Eine eindeutige Angelegenheit war dann der zweite Durchgang, den die Raben von Beginn an beherrschten. In der Verlängerung lagen zunächst die Niederbayerinnen vorne (6:2), bevor die Münchnerinnen zum 6:6 ausglichen. Nach der nötig gewordenen Auszeit machten Regina Eberl und Co. aber alles klar, als ein gegnerischer Aufschlag ins Aus segelte. Somit hieß der Finalgegner erneut NawaRo Straubing. Im ersten Abschnitt konnten die Vilsbiburgerinnen die zwischenzeitliche Führung (14:8) nicht halten. Straubing lag plötzlich mit 16:15 vorne und ließ die Raben nur noch einmal zum 19:19 ausgleichen. Im zweiten Satz blieben die Niederbayerinnen bis zum 14:13 dran, machten danach aber nur noch vier Punkte. Aber das tat der überschäumenden Freude der Rabenmädchen keinen Abbruch. Insgesamt ein großer Erfolg für den niederbayerischen Volleyballsport, der beide Mannschaften zur deutschen Meisterschaft nach Lohe im Landkreis Vechta schicken kann. Im Vilsbiburger Kader standen: Josephine Cuestas de Disco, Amelie Eberl, Regina Eberl, Dolores Godoy Pastore, Leylani Kelm, Marina Kräh, Franziska Luginger, Lea Müller, Lucia Teuchner, Leni Tiefenbeck, Diana Vavrek und Katharina Weinzierl.
Selbstverständlich ist Xavier Perales stolz auf seine Mannschaft: „Die Mädchen haben ein fantastisches Turnier gespielt. Es gelang ihnen, den Kampf um jeden Ball mit hervorragenden Aktionen zu verbinden. Alle Partien waren hart umkämpft, weil wir auf einige wirklich starke Teams trafen. Wieder einmal hat uns die Mannschaft mit ihrer Spielweise begeistert. Ich danke allen Fans, die uns unterstützt haben, und allen, die durch ihre Arbeit diesen Erfolg ermöglicht haben. Nun gilt es die restlichen Drittligabegegnungen anzugehen und sich auf die deutsche Meisterschaft vorzubereiten.“
Foto: Sandra Luginger
